ParkNow kommt nach Europa

Neben dem Auto an sich ist wohl der Raum, den es einnimmt eines der wertvollsten Güter – besonders dann, wenn die Parkplatzsituation in überfüllten Innenstädten betrachtet wird. Diesen Umstand macht sich BMW zu Nutze und investiert umfangreich in den Stellplatzservice ParkNow.

ParkNow funktioniert dabei ähnlich wie das Freefloating Carsharing DriveNow. Über eine App werden freie Parkbuchten reserviert und mit einem hinterlegten Bezahlsystem abgerechnet. Die Standorte sind auf einer Karte abgespeichert und per Navigationssystem kann man sich dorthin leiten lassen. So einfach, so gut. BMW hat das unglaubliche Potential dieser Idee erkannt und investiert im Rahmen einer Idee der allumfassenden Mobilität in eine Beteiligung an den Dienstleister Parkmobile. Die Reichweite von ParkNow steigt damit auf rund 2,7 Millionen Stellplätze, die aktuell von 10 Millionen Bestandskunden reserviert werden können. 

Die Parkplatzsuche als Geschäftsmodell

Ein schneller Blick in Zeitungsanzeigen und einschlägige Internetportale ergibt ein teures Bild für Tiefgaragenstellplätze. Berlin liegt mit unter 100 Euro noch im Rahmen während in München auch gut 120 Euro im Monat für einen sorgenfreien Parkplatz anfallen können. Nach oben ist dem Preisgefüge kein Limit gesetzt. Dabei ist der fest angemietete Stellplatz noch nicht einmal flexibel. Der Service von ParkNow wird es in Zukunft auch in Europa ermöglichen, Parkplätze aus der Ferne zu reservieren und egal wo im ParkNow Bereich sein Auto abzustellen. Per App oder am Computer kann die Parkzeit außerdem verlängert werden, sollten Termine einmal länger als geplant dauern. ParkNow ist dabei der Ansprechpartner und Knotenpunkt im Netzwerk diverser Dienstleister, die Stellflächen zur Verfügung stellen. Wann der Startschuss für den komfortablen Service in deutschen Städten folgt, steht noch nicht fest. BMW will aber bald darüber informieren, wie Preismodelle und Verfügbarkeit aussehen werden. Ob und wie sich die Idee mit den jüngsten Gesetzesvorschlägen von Alexander Dobrindt überschneidet, bleibt ebenfalls abzuwarten. Denn der Bundesverkehrsminister möchte Carsharingautos Parkraum-Privilegien einräumen.

Bild: BMW

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