Die GDL lässt die Bahn still stehen

Es ist mal wieder soweit – Millionen Pendler sitzen fest oder müssen sich nach Alternativen zur Bahn umsehen, weil die Lokführergewerkschaft GDL seine Mitglieder zur Arbeitsniederlegung aufgerufen hat. Zwei Tage soll der Lohnkampf dauern und bis Montagmorgen, 4.00 Uhr anhalten.

Die Bahn steht still  - GDL ruft Lokführer zum Streik auf. Bild: Deutsche Bahn

Die Bahn steht still – GDL ruft Lokführer zum Streik auf. Bild: Deutsche Bahn

Mit einer witzigen Aktion auf seiner Facebook-Seite nimmt der Autovermieter Sixt die Aktion der GDL auf’s Korn. „HDGDL, GDL.“ Steht hier unter einem Herzen auf dem typisch orangenen Hintergrund. Sixt unterstützt hier nicht etwa die Aktion der Gewerkschaft, sondern freut sich mit einer wohl dosierten Portion Ironie über den kurzfristigen Umsatz-Zuwachs. Grund dafür: nur rund 30% der Zugkapazitäten stünden der Bahn zur Verfügung. Eine Bahnsprecherin ließ in Berlin verlauten, dass Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr betroffen seien.

Hoher Andrang bei Fernbussen und Mietwagen

Zwei Posts früher kündigt Sixt am Freitag den Streik bereits an. Gleichzeitig betont man aber auch, dass es an Bahnhofsstationen zu Engpässen kommen könnte. Fernbusse und Mietwagen sind also derzeit als Reisealternative stark nachgefragt und oft ausgebucht. In Berlin ließ sich bei einer Stichprobe im Laufe des Freitagabend und Samstagmorgen nur bei Avis kurzfristig ein Fahrzeug bereitstellen. Hertz und Sixt schienen in der Hauptstadt komplett ausgebucht zu sein. Weitere Versuche, diverse Fernbuslinien zu einem Ticketkauf zu überreden, scheiterten ebenso. Im „Tatort“-Thread auf mietwagen-talk.de sind allerdings auch in Berlin vermietbereite Fahrzeuge anzutreffen.

So voll sind derzeit nur wenige Stationen - Mietwagen scheinen Mangelware zu sein. Bild: Europcar

So voll sind derzeit nur wenige Stationen – Mietwagen scheinen Mangelware zu sein. Bild: Europcar


Carsharing Autos am Freitagabend stark nachgefragt

Berlin ist Deutschlands Carsharing-Metropole Nummer 1. DriveNow, Multicity, Citeecar oder car2go genießen wachsende Nutzerzahlen und mittlerweile einen hohen Stellenwert im modernen Mobilitätsmix. Aufgrund von ausgelassenen Takten bei der Berliner S-Bahn und dem Komplett-Ausfall der Ringbahnen S41 und S42 wichen viele Feierabendpendler am Freitagabend auf Carsharing-Autos auf. Entsprechend schwer war es, überhaupt an einen Smart, Mini oder Toyota Aygo zu kommen. Wer allerdings erst einmal im Auto saß, ärgerte sich über lange Staus, die sich quer durch Berlin zogen. Laut ADAC kann es auch auf den bundesdeutschen Autobahnen verstärkt zu Staus kommen. Denn der Streik der GDL startet pünktlich zum Beginn der Herbstferien.

Bilder: Deutsche Bahn und Europcar

Quelle: faz.net und ADAC

Ein Kommentar zu “Die GDL lässt die Bahn still stehen

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