Offiziell: DriveNow kommt nach London

Linksverkehr, British Humor, Traffic Jams und Black Cabs: Londons Straßen sind so lebendig wie die Stadt selbst. Am 4. Dezember bekommen die Londoner ein neues Highlight. Das flexible Carsharing hält Einzug und stellt der Megametropole einen weiteren Mobilitätsbaustein zur Verfügung.

Spätestens im Oktober diesen Jahres liefen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Wir vermuteten, dass ein Start von DriveNow in London nicht lange auf sich warten lassen würde. Ab heute können die Hauptstädter des Britischen Königreichs auf sportliche BMW 1er oder trendige Mini Countryman zurückgreifen. Wer sich also nicht in der „Tube“ auf engstem Raum stehen möchte, setzt sich einfach ins nächstbeste Carsharing-Auto. Warum DriveNow sich auf Terrain wagt, aus dem sich car2go kürzlich zurückgezogen hat, bleibt reine Spekulationssache.

210 Autos auf 65 Quadratkilometern Geschäftsgebiet

Zunächst legt DriveNow mit einer verhältnismäßig überschaubaren Flotte in London los. 210 Autos mögen erst einmal viel erscheinen. In Anbetracht der flächenmäßigen Ausdehnung der Stadt planen die Macher von DriveNow aber schon jetzt eine Aufstockung auf mindestens 300 Fahrzeuge. Darunter sollen sich ab dem Frühjahr 2015 sogar erstmals 30 elektrische BMW i3 befinden. Aktuell können die Londoner ihre Mieten in Islington, Haringey und Hackney beginnen und beenden. Weitere angrenzende Stadtgebiete werden von DriveNow in Augenschein genommen und ggf. zum Geschäftsgebiet ergänzt.

London war von Anfang an eines der Ziele von DriveNow

„London kommt aufgrund des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Einflusses weltweit eine ganz besondere Rolle zu. Die Stadt ist die wichtigste Metropole Europas“, sagt Andreas Schaaf, Geschäftsführer von DriveNow. „DriveNow nach London zu bringen war von Beginn an unser Ziel. Wir haben den Start seit langem vorbereitet und freuen uns nun umso mehr, dass es endlich losgehen kann.“

Neues Preismodell inklusive Deckelung für eine Stunde

Die Preise für das Premiumcarsharing von BMW und dem Autovermieter Sixt liegen schon beim Start etwas über dem gewohnten Preisniveau des europäischen Festlandes. So kostet die Registrierung normalerweise 29 Pfund – was ca. 37 entspricht. Wir gehen aber davon aus, dass es einige „Kostenlos registrieren“-Aktionen geben wird. Auch die Fahrtpreise werden etwas nach oben angepasst. 39 Pence Sterling (ca. 0,50 Euro) kostet eine Fahrtminute. In Deutschland liegt dieser Preis bei maximal 34 Cent. Neu und beruhigend für die staugeplagten Nerven zur Pendlerzeit ist eine stündliche Deckelung der Kosten. Wer also eine Stunde fährt, zahlt glatte 20 Pfund spart damit immerhin 3,40 Pfund im Vergleich zur minutengenauen Abrechnung. Wie gewohnt wird es auch Minutenpakte geben, die vorab über uk.drive-now.com gebucht werden können.

Eine interessante Meldung konnten wir der BMW-eigenen Pressemeldung entlocken. DriveNow plant die Erweiterung in 25 weitere Städte. Welche das sein werden, ist bis jetzt noch unklar. Alexander Sixt spricht in einem Interview mit dem Handelsblatt von „sechs-sieben Städten“, die allein in den USA in der engeren Auswahl seien. „ Im Silicon Valley Carsharing machen zu können, wäre ideal für uns.“

Bild: BMW

Ein Kommentar zu “Offiziell: DriveNow kommt nach London

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