München lockert Carsharing-Bestimmungen

München – Carsharing passt zum modernen Stadtleben. Es kann Parkplätze sparen, soll in kleinen Mengen die Umwelt entlasten und den Menschen eine Alternative im täglichen Verkehr bieten. München beschließt daher eine Aufhebung der Obergrenze für Carsharing-Flotten und ändert die Parkregelung.

Bislang durften Carsharingnutzer ihren zeitweiligen fahrbaren Untersatz nicht in Anwohnerparkzonen abstellen. Ausschließlich für Privat-PKW gedachte Stellflächen sind nun auch für DriveNow, car2go und Co. freigegeben.

Gelockerte Parkregelung, weniger Abgaben für Anbieter

Außerdem werden Anreize für die Anbieter geschaffen, ihre Flotte weiter auszubauen. Das Limit von 500 Autos pro Anbieter wird nicht nur aufgehoben. Auch die Kosten für die Parklizenzen werden halbiert, schreibt die tz. Wer mehr als 600 Fahrzeuge für die Münchener bereit stellt, muss aber dieser Grenze keine Parkgebühren mehr abrechnen. Grundlage dieser Maßnahmen waren Forschungen der TU Dresden zum Carsharing-Verhalten in München. Nutzer schafften demnach eigene Autos ab. Daraus resultiere eine höhere Auslastung im Vergleich zum Privat-PKW. Autos stünden weniger am Straßenrand. Ein Carsharing-Auto ersetzt bis zu drei private.

Parkplätze wertvolles Gut in München

Besonders in der Parkraumbewirtschaftung zählt in München jeder Quadratmeter. Die Leute sollen merken, dass sie ohne eigenes Auto schneller und günstiger weg- und ankommen. „Sollte sich zeigen, dass Parkplätze überflüssig geworden sind, haben wir nichts dagegen, diese anderweitig zu nutzen“, sagte Beatrix Zurek, SPD-Stadträtin in München. Auf CSU-Seite ist man noch vorsichtiger. Der Zuzug nach München sei ungebremst hoch, Wohnraum werde verdichtet, so die Sorge von Stadtrat Alexander Dietrich. DriveNow wird die neuen Möglichkeiten gerne wahrnehmen und kündigte einen Ausbau der Flotte an.

Bild: DriveNow

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