Endlich: Rollersharing in München

Carsharing liegt voll im Trend. Jede Woche gibt es neue Start-Ups – inzwischen sogar im ländlichen Raum. Große Autohersteller und private Anbieter strömen in den Markt. Allerdings hat es eine Weile gedauert, ehe jemand ein Roller-Sharing auf die Räder gestellt hat.

Scoo.me hat eine komplette Infrastruktur entwickelt und an seinen Vespas installiert. Die „Primavera 50“ sind ähnlich wie die Autos von DriveNow oder car2go ständig mit dem Internet verbunden und können mittels PIN-Eingabe und Personenverifizierung überall im Geschäftsgebiet angemietet und wieder abgestellt werden.

Scoo.me: Ab in die Lücke zwischen Car- und Bikesharing

Auf der Internetseite von scoo.me kann sich jeder ab 18 registrieren, der einen Führerschein der Klasse M, A1, A, B oder nach alten Gruppierungen der Klasse 3 besitzt. Laut scoo.me braucht man für die Fahrt nicht einmal einen eigenen Helm. Unter der Sitzbank jeder Vespa wartet ein regelmäßig desinfizierter Markenhelm in der Größe L. In der Regel passt diese Größe vielen Menschen. Natürlich lässt sich auch der eigene Helm benutzen – Helmpflicht besteht im Straßenverkehr aber in jedem Fall. Doch zuerst muss man sich bei scoo.me registrieren. Wirklich innovativ ist dabei das kontaktlose Prüfen des Führerscheins über die Smartphone-App. Wer persönlich bei scoo.me vorbeischauen möchte, kann das selbstverständlich auch machen. Dabei fällt eine einmalige Anmeldegebühr von 8,90 Euro an. Das Preismodell ist ziemlich simpel. Die erste halbe Stunde schlägt mit 3,60 zu Buche. Ab Minute 31 kommen pro Minute Fahrtzeit 18 Cent hinzu. Wer den Roller parkt (nicht die Miete beendet), zahlt faire 7 Cent pro Minute. Wie vom Carsharing gewohnt, sind im Fahrtpreis Kraftstoff und Versicherungen enthalten.

Wir sind gespannt, ob und wann scoo.me nach Berlin kommt. Gerade im Sommer kann das Roller-Sharing eine echte Alternative zum Carsharing und erst Recht zu Bus und Bahn sein.

Bild: Vespa/ Piaggiogroup

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