E-Mobility: eMio Scootersharing ab März in Berlin

Berlin, freu dich auf deinen Frühling. Die Röcke werden kürzer, der Bart-Boom geht zu Ende und die Flip-Flops werden abgestaubt. Was den März für trend- und umweltbewusste Berliner noch interessanter machen dürfte: Die Hauptstadt bekommt ein Roller-Sharing mit Elektro-Scootern.

Ein sympathisch knatterndes Motorengeräusch gibt es bei eMio zwar nicht, aber darauf komm es dem Anbieter auch nicht. Rund ein Viertel der CO2-Emissionen werden in Berlin durch den individuellen Straßenverkehr verursacht. Hier steckt also jede Menge Potential, das schädliche Treibhausgas schon im Keim zu ersticken. Was gibt es da Besseres, als der Berliner aus ihren Autos auf elektrische Roller zu bewegen?

RollerSharing wohl günstigste und schnellste Methode im Stadtverkehr

Mit einem Roller ist man  innerhalb eines Radius von wenigen Kilometern in der Stadt am schnellsten unterwegs – selbst im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr. Das hat der Anbieter Scoo.me herausgefunden, der konventionell und bald auch elektrisch betriebene Vespas in München zum Teilen anbietet. Hauke Feldvoss, Mitgründer von eMio sieht in Berlin das ideale Pflaster für ein Scootersharing, das bei den zukünftigen Kunden mit rein elektrischen Rollern punkten will.

Berlin idealer Standort für ein Rollersharing mit Innovationscharakter

Carsharing gehöre für Hauke Feldvoss fest zum Mobilitätsverhalten der bundesdeutschen Hauptstadt. DriveNow und car2go stützen seine Argumente mit dem konsequenten Ausbau ihrer Flotten und den Geschäftsgebieten in Berlin. Durch die polizentrische Struktur würde sie [Berlin, Anm. d. Red.] viele Wege bieten, die mit Rollern besonders gut zu bewältigen seien, führt Feldvoss weiter aus. „Viele junge, junggebliebene, abenteuerlustige und Touristen sind in der Stadt, für die Elektroroller-Sharing ein gutes Verkehrsmittel ist, um flexibel in der Stadt unterwegs zu sein. Es ist einfach praktisch, überall anhalten zu können und nicht erst lange einen Parkplatz zu suchen.“

Start-Up: ja, aber mit gestandenem Auftreten

Mitte März sollen die ersten E-Roller über Berlins Straßen flitzen. Lautlos, lokal emissionsfrei und mit einem Extra-Schuss guter Laune. Die Internetseite von eMio macht einen sehr positiven Eindruck. Registrierungen für die Testphase funktionieren schnell und unkompliziert. Informationen zu den Nutzungsbedingungen sind schnell gefunden. Alle E-Roller der Marke emco NOVI C 1500 verfügen mindestens über eine Reichweite von 50 Kilometern. Dank Wechselakkus sind sie schnell wieder fahrbereit. Eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern erlaubt eine Zulassung mit Versicherungskennzeichen und das Fahren für Führerscheininhaber der Klasse B. Begleitet wird eMio vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ). Ziel ist es, das Mobilitätsverhalten der Berliner zu erforschen und eMio wissenschaftlich zu begleiten.

Wir werden die Augen offen halten, wann die ersten E-Roller an den Start gehen und werden von der ersten Probefahrt berichten. Für die Testphase sind wir bereits angemeldet. Die Flip-Flops bleiben aber erstmal im Schuhschrank, dafür dürfte es im März noch zu kalt sein. Den Bart haben wir der besseren Passform im Helm wegen schon abrasiert. Obwohl eMio hier auch vorgesorgt hat: Zu jedem e-Roller wird es Roller-Helme in zwei unterschiedlichen Größen geben.

Bild: eMio-Sharing

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