DriveNow und car2go ziehen an einem Strang

So viel wird vorweg genommen: es gibt keine Kooperationen und auch die Buchungssysteme arbeiten weiterhin getrennt voneinander. Was die zwei Freefloating Carsharer dazu bewogen hat, gemeinsame Sache zu machen, liegt auf der Hand. Denn Carsharing stand bis zuletzt unter Kritik.

Diese kritischen Stimmen kamen vor allem aus einem Lager, die die Chancen des Carsharings außer Acht lassen. Denn wer nur die momentane Situation betrachtet, macht eine Milchmädchenrechnung auf. Der Vorwurf, Carsharing „kannibalisiere“ den Öffentlichen Nahverkehr oder mache Taxen zu arge Konkurrenz, sei laut DriveNow und car2go nicht haltbar.

Ergänzung der Mobilität, Mix der Verkehrswege

Fahrgastzahlen bei Bussen und Bahnen würden weiterhin leicht steigen, wirklich nachvollziehbare Einschnitte durch Carsharing nicht erkennbar. DriveNow und car2go bieten ihren Nutzern einen Service, der ihnen erlaubt, Autos flexibel im jeweiligen Geschäftsgebiet anzumieten und auch wieder abzustellen – das nennt man Freeflaoting, gewissermaßen „frei fließendes“ Carsharing. Die Nutzer können demnach völlig frei darüber entscheiden, ob sie ein Auto benutzen möchten oder auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Als Beispiel sei hier die schnellere Bewältigung einer bestimmten Strecke genannt - Was 79% der Befragten als Hauptgrund angaben, Carsharing zu nutzen. 38% würden auf car2go oder DriveNow setzen, wenn die Lust aufs Autofahren verspürten. Dringlichkeit steht also deutlich vor Bequemlichkeit oder Fahrspaß.

Weg vom eigenen Auto – aber nur in den Großstädten

DriveNow und car2go haben in ihrer Mobilitätsumfrage außerdem festgestellt, dass viele Nutzer von Freefloating Carsharing im Laufe der Zeit auf die Nutzung des Privat-PKW verzichten oder ihn in letzter Konsequenz sogar ganz abschaffen. Eine Faustregel lässt sich aus dem erhalten der Nutzer ziehen: Je mehr Carsharing Autos vorhanden, je dichter die Flotten besetzt sind, desto eher lässt sich der Wegfall des eigenen Autos kompensieren. Überraschend auch: Nicht steigende Kosten seien vielfach für die Abschaffung eigener Autos verantwortlich sondern ein flächendeckendes Mobilitätsangebot. 40 % der Befragten würden demnach auf den Privat-PKW verzichten, wenn sie unkompliziert und gut vernetzt mobil blieben. So würde auch ein Nachteil des Freefloating Carsharing besser ausgleichbar. Denn wer in Stoßzeiten ein Auto sucht, muss oft lange Wege in Kauf nehmen. Nur ein dichtes Angebot an alternativen Transportmöglichkeiten erlaubt den Wegfall von eigenen Autos, die daraus resultierende Entlastung des Straßenverkehrs, der Umwelt und der breiteren Unterstützung des Öffentlichen Nahverkehrs.

Bild: car2go & DriveNow

 

3 Kommentare zu “DriveNow und car2go ziehen an einem Strang

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