DriveNow, Gewobag und Allego bringen Schnellladen nach Berlin

Berlin – Wo, wenn nicht in der Carsharinghauptstadt Deutschlands, haben neue Mobilitätsformen eine Zukunft? Richtig. In Berlin zeigen eine Wohnungsbaugesellschaft (Gewobag), ein Ladesäulenvertrieb (Allego) und DriveNow, wie die Elektromobilität bestens ins Wohnen und Leben einer Großstadt integriert werden kann.

  • Schnellladesäule mit einheitlichem Standard in ganz Berlin
  • Barrierefreier Zugang auf öffentlichem und halb öffentlichem Grund
  • Modellvorschlag soll auf Bundesebene vorgeschlagen werden
  • Zügiger Ausbau des Ladesäulennetzes mit 200 Ladesäulen, davon 20 mit Schnellladefunktion

Weg mit Insellösungen, hin zu einem einheitlichen Standard

Integrierte Lösungen von Wohnen und Fortbewegung sind in einer Stadt wie Berlin das Rückgrat des täglichen Lebens. Ohne ausreichende Mobilität und die entsprechende Infrastruktur geht in einer stark wachsenden Stadt irgendwann nichts mehr. Deshalb müssen schon heute die Grundlagen für das Wohnen und die Fortbewegung der Zukunft gelgt werden. Was sich wie Marketinggewäsch anhört, stellt aber die schöne Wahrheit dar, mit der sich die Bewohner einer Stadt konfrontiert sehen. Die Gewobag, DriveNow und der Stromanbieter Allego möchten Carsharing als Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs und – was noch wichtiger ist – als Partner und Werkzeug zur Entlastung des öffentlichen Raumes positionieren. Die Elektromobilität wird als Schlüssel dazu angesehen. Mit dem Modell der Schnellladesäulen und den dafür ausgewiesenen Parkplätzen hebt man faktisch das Freefloating-Carsharing auf die nächste Stufe. Ein Hybrid aus stationärem und freiem Carsharing könnte in Zukunft entstehen – abhängig vom Nutzerverhalten. Der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Berlin, Christian Gaebler fordert, dass auch andere Carsharinganbieter zügig ihre Flotte auf Elelektroautos umstellen. Mit dem Strom aus den Allego-Ladesäulen würden diese dann sogar CO2-neutral unterwegs sein.

Ausbau der Elektroflotte einhergehend mit dem Bau von Ladesäulen

Um zu verdeutlichen, wie „kinderleicht“ das Laden der E-Autos mit der neuen Schnellladesäule funktioniert, durfte eine Truppe Kinder daran versuchen. Und siehe da – es klappte auf Anhieb. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Wie alle Vertreter der Gewobag und Allego mehrfach feststellten, saßen die Jungs dabei im BMW i3 und die Mädels halfen beim Aufladen, klare Rollenverteilung also. Der Regionalleiter von DriveNow, Paul Kluger, bekräftigte den Ausbau des Elektroanteils in  der DriveNow-Flotte. Er wurde auch nicht müde zu betonen, wie umweltfreundlich die Flotte jetzt schon sei, dass sie im Schnitt lediglich 99g CO2 pro Kilometer ausstoße. Außer Acht ließ er dabei den tatsächlichen Kraftstoffverbrauch der einzelnen Autos. Der Fahrweise vieler DriveNow-Kunden geschuldet, liegt der Real-Verbrauch eher doppelt so hoch wie von Mini  und BMW angegeben. Noch ein Grund, den momentan 140 BMW i3 (deutschlandweit) weitere Elektroautos an die Seite zu stellen.

Bild: mietwagen-news

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