DriveNow – aber heute nicht mehr

Vielerorts ging am Montag beim Carsharer DriveNow nichts mehr. Ein gerissenes Datenkabel in einer Baustelle war der Übeltäter. Viele Kunden standen vor buchbaren Autos und gaben nach zahlreichen Versuchen entnervt auf. Die Website drive-now.com war zwar erreichbar, Fahrzeugbuchungen aber unmöglich.

Dass Carsharing Dienste manchmal den Dienst quittieren, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Neue Technik erfordert oft eine gewisse Eingewöhnungszeit durch die Unterhemen. Was aber von vielen Kunden in Zeiten ständiger Vernetzung erwartet wird, ist eine klare Kommunikation, die in diesem Fall von vielen Carsharing-Fans als nicht ausreichend empfunden wurde.

Einseitige Kanalbespielung reicht nicht mehr aus – die Kunden sind überall

Die Kritik an DriveNow wurde vor allem über die Social-Media Kanäle laut. Denn hier wurden auch die Ausfallerscheinungen im System zuerst bekannt gegeben. Allerdings ist in den Kommentaren davon zu lesen, dass Kunden vergeblich in der völlig überlasteten Hotline hingen – eine Ansage im Band hätte den Ansturm zumindest kleiner werden lassen können.

Das sind genau die Fälle, aus denen neue Mobilitätskonzepte lernen können

Denn ganz sicher wird DriveNow diesen speziellen Fall genau analysieren um für weitere unvorhergesehene Ereignisse gerüstet zu sein. Ein Newsticker auf der Homepage und ein Blogbericht, der über alle relevanten Kanäle gestreut wird, wären ein Ansatz. Dann können auch kleine Aussetzer bei den Ärger beim Kunden klein halten. Denn die können sich im Fall der Fälle schnell ein anderes Verkehrsmittel suchen.

Bild: DriveNow

Quelle: Handelsblatt

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