CiteeCar muss Insolvenzantrag stellen

Berlin – Sie galten als günstigster Carsharing-Anbieter, hatten aber keinen wirklich großen Geldgeber im Hintergrund. Das wird CiteeCar wohl nun zum Verhängnis. Das Carsharing-Unternehmen stellte bereits am 3. Dezember einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg. Ein Insolvenzverwalter prüft die aktuelle Situation.

In einem Blogeintrag stellt CiteeCar klar, dass bereits gebuchte Fahrten, z.B. über die Feiertage, noch wahrgenommen werden können. Zur Zeit können auch noch Fahrten gebucht werden. Lediglich Kilometerpakete können nicht mehr verkauft werden. Bereits gebuchte Pakete sollten Mitglieder nach Empfehlung von CiteeCar bis zum 01.02.2016 abfahren.

Antrag auf Rückerstattung bereits gebuchter Pakete erst nach der Insolvenzeröffnung

Wer Forderungen gegenüber Citeecar geltend machen möchte, muss dies auf dem Pistweg schriftlich einreichen – allerdings nicht vor Beginn der Insolvenzeröffnung. Vorher eingereichte Forderungen werden nicht berücksichtigt. Allerdings braucht man langen Atem. Der Prozess wird voraussichtlich bis 2018 dauern ehe das Unternehmen abgewickelt ist. Parallel laufen Gespräche mit potentiellen Investoren, um auch in Zukunft Carsharing in Berlin, Hamburg, München und dem Ruhrgebiet anbieten zu können. Kunden, die immer auf eine minutengenaue Abrechnung setzten, merken erst einmal nichts vom laufenden Verfahren. Sie können wie bisher Autos reservieren und damit fahren. Noch besteht Hoffnung, dass ein potentieller Käufer der Idee CiteeCar neues Leben einhaucht. Nach dem zuletzt der private Carsharing-Anbieter spotcar aus dem Berliner Stadtbild verschwunden ist, wäre es schade, sollte CiteeCar sich einreihen. Im August hatte sich der Anbieter bereits aus Frankfurt am Main verabschiedet.

Bild: Citeecar

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