CarsharingRadar 49.2016 | Fünf Jahre car2go in Wien

 

+++ In fünf Jahren Wien zum Kilometermillionär +++ Opel startet 2017 den Carsharingdienst Maven +++ Stadtwerke Augsburg: Carsharing wächst +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Fünf Jahre und 49 Millionen Kilometer

Wien – Wenn jemand Millionär wird, hat er meist hart dafür gearbeitet oder besser noch: arbeiten lassen. Und genau das hat car2go zum Erfolg in Wien geführt. Das Freefloating-Konzept, bei dem ein Carsharing-Auto fast überall im Geschäftsgebiet angemietet und wieder abgestellt werden kann, kam extrem gut bei den Bürgern der Hauptstadt Österreichs an. Rund 115.000 Kunden sind bei ca2go registriert, die älteste kommt auf 94 Lenze – womit bewiesen wäre, dass Carsharing nicht nur etwas für die jüngere Generation ist. Die Wienerinnen und Wiener kommen auf insgesamt mehr als 6,2 Millionen Mieten, wobei eine Kundin mehr als 30.000 zurückgelegt hat. Mit zur Geschichte gehören auch kuriose Fundstücke: In den Autos lagen etliche Diplomarbeiten, eine Mikrowelle, eine Hündin oder ein Verlobungsring, wie car2go in einer Pressemeldung schreibt. Am 5.Dezember 2011 fuhr der erste Smart durch die Straßen Wiens, mittlerweile ist die ganze Flotte breiter aufgestellt und komplett mit neuen Autos besetzt, die ausschließlich per App gemietet werden können.

Maven von Opel soll 2017 starten

Rüsselsheim – Klein anfangen und dann zum großen Rundumschlag ausholen: Das Carsharingprojekt von Opel soll ab 2017 dort Autos zum Teilen bereitstellen, wo heute noch kein Carsharing etabliert ist. Unter dem Namen „Maven home“ sollen Autos nahe Wohnheimen, Hotels oder Apartmentsiedlungen positioniert werden. Sie können mit der App jederzeit angemietet werden. Parallel dazu startet Informationen der Automobilwoche zufolge am Stammsitz in Rüsselsheim die Proberunde zu „Maven Pro“. Hier sollen die Opel-Mitarbeiter ausprobieren, wie Carsharing für Geschäftskunden funktionieren kann. Außerdem will Opel besonders günstige Raten für Fahrdienstleister anbieten, die ihre Fahrten dann über Lyft oder Uber zur Verfügung stellen. Weil Opel nicht alle Bereiche bespielen kann, will sich der Hersteller aus dem mit viel Freude angekündigten Projekt „Carunity“ zurückziehen. Der Partner Tamyca übernimmt sein altes Geschäftsfeld wieder selbstständig.

Carsharing übertrifft alle Erwartungen

Augsburg – Als vor 20 Monaten das Projekt Carsharing von den Stadtwerken Augsburg ins Leben gerufen wurde, konnte noch niemand absehen, dass die geteilten Autos sich so gut in den städtischen Verkehr einordnen würden. Sie bieten eine gelungene Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. So konnte Anfang Dezmeber 2016 der 1.000ste Kunde begrüßt werden – wie es sich für einen Jubilanten gehört, mit einem feierlichen Handschlag. Mittlerweile haben die 71 Autos mehr als 1,3 Millionen Kilometer bei gut 22.000 Fahrten zurückgelegt. Im Schnitt fährt jeder Nutzer knapp 60 Kilometer. Der Erfolg des Augsburger Carsharing resultiert nicht zuletzt von der breit aufgestellten Flotte. Vom Spaßauto wie dem Mini Cabrio bis zum Transporter vom Formate eines Mercedes Sprinter sind viele Varianten dabei. Wir bieten damit eine Ergänzung zu unserem Nahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen“, so swa Carsharing Geschäftsführer Dr. Walter Casazza gegenpüber dem Portal trendyone.de

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: Daimler

 

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