CarsharingRadar 44.2016 | car2go verkleinert in Stuttgart

 

+++ car2go verkleinert das Geschäftsgebiet in Stuttgart +++ Ist Carsharing eine Alternative zum Urlaubsmietwagen? +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Mehr Stuttgarter sollen car2go fahren

Stuttgart – Um mehr Stuttgartern die Möglichkeit zu bieten, Carsharing zu nutzen, verkleinert car2go das Geschäftsgebiet. Wenig ausgelastete Randgebiete fallen weg. Insgesamt sprechen z.B. die Stuttgarter Nachrichten von einer Reduzierung der nutzbaren Carsharingfläche um bis zu 25%. Auf der Facebookseite von car2go machen die geprellten Nutzer ihrem Unmut Luft. Schließlich habe man sich auf eine vorhandene Infrastruktur verlassen, die es mit dem 02.November nicht mehr gebe.

Einige Nutzer wollen ihren Vertrag kündigen. Daimler sieht den Schritt  anderes. Auch Carsharing muss Geld verdienen. Das funktioniert nur, wenn die Auslastung der Autos stimmt – was in den Randgebieten nicht gewährleistet war. „Free-floating Carsharing funktioniert dann am besten, wenn die Autos häufig gemietet und von den Kunden selbst gleichmäßig im Geschäftsgebiet verteilt werden. Unsere Analysen haben gezeigt, dass das in Stuttgart und Region nicht überall ausreichend der Fall ist. Häufig ‚stranden‘ hier Autos in Außenbezirken mit geringer Nachfrage und fehlen dann in der Innenstadt, wo die Kunden die Autos besonders stark nachfragen.

Indem wir das Geschäftsgebiet optimieren und eine Drop Off-Fee einführen, mit der wir noch mehr Servicefahrten durch unsere Mitarbeiter ermöglichen können, bieten wir der großen Mehrheit unserer Kunden zuverlässiger dort ein Auto, wo sie es auch benötigen.“, erklärt Thomas Beermann, CEO der car2go Europe GmbH. Was ist die Drop-Fee? Nichts anderes als eine Gebühr in Höhe von pauschal 1,90 Euro in den Stadtgebieten Böblingen, Esslingen, Sindelfingen und Gerlingen. Damit sollen Servicefahrten finanziert werden, um die Autos in die stark frequentierte Innenstadt zurückzuführen. Stuttgart ist derzeit der einzige car2go-Standort mit einer rein elektrisch aufgestellten Flotte.

Carsharing statt Mietwagen im Urlaub?

Berlin – Mietwagenpreise sind trotz günstiger Angebote in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bei Sixt wurde z.B. viel mit Inklusiv-Kilometerpaketen experimentiert. Waren vor 2009 an einem Wochenende noch alle Kilometer inklusive, müssen nun 750 reichen. Für die meisten Städtetrips in Deutschland reicht das – wenn man für die Anreise Bus, Bahn oder Flugzeug nimmt. Doch ist es hier nicht vorteilhafter, auf Carsharing umzusteigen? Das kommt auf den Anwendungsfall an. Wer innerstädtisch nur ein paar Fahrten erledigt, kommt mit Carsharing deutlich günstiger. Versicherungen, Parkgebühren und Kraftstoff sind im Mietpreis enthalten, die Verfügbarkeit in Berlin ist deutlich besser geworden. Ein Mietwagen bietet hingegen Vorteile eines eigenen Autos. Carsharing im Urlaub lohnt sich nur dann, wenn man mit dem Carsharingauto keine weite Anreise hat – und wenn sich die Parkgebühren nicht zu utopischen Summen addieren.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: Daimler

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