CarsharingRadar 31.2017 | car2go wächst mit Mercedes-Flotte um 44%

+++ car2go fährt dank neuer Autos von Mercedes voll auf Wachstum +++ coup und Emmy: Mit wendigen Mietrollern durch Berlin scootern +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Plus 44%: car2go mit deutlich mehr Mieten

Berlin – Gut kopiert ist besser als schlecht selbst gemacht heißt es so schön sprichwörtlich. car2go hat sich die Flottenstruktur von DriveNow genau angesehen. Warum? DriveNow fährt eigenen Angeben zufolge schon seit Jahren in den grünen Zahlen. In der Carsharing-Hauptstadt Berlin wurde damals der erste Gewinn vermeldet. Daimler will mit car2go mindestens gleich ziehen. Ein Rezept: Vielfalt in der Flotte. Das bedeutet, für viele Anlässe das richtige Auto für die Nutzer parat zu haben. Ein zweisitziger Smart war für eine Gruppe von drei oder vier Leuten unbrauchbar. car2go-Kunden mussten auf DriveNow oder andere Anbieter umschwenken. Noch ein Aspekt: DriveNow hat „Premium“-Autos in der Flotte, die gezielt junge Autofahrer mit attraktiver Ausstattung und spritzigen Motoren locken – und manchmal zum (zu) schnellen Fahren verleiten. Doch im sportlichen Fahren liegt die Attraktivität von Carsharing. Mit den neuen Autos von Mercedes (A- und B-Klasse, CLA und GLA) zielt car2go genau auf diese bisher unerfüllten Wünsche seiner Kunden. Die Anmietung geht genauso schnell und unkompliziert wie bei den kleineren Smarts. Bei denen Daimler auch gleich mal die Preise senkte. Und schon steht am Ende ein enormes Wachstum in der Anzahl der Mieten um satte 44% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

coup und Emmy: Elektrisch durch die Stadt stromern

Berlin – Günstiger ist nur Laufen oder Fahrradfahren: Mit den elektrischen Rollern von coup oder Emmy ist man zu Stoßzeiten immer der erste an der grünen Ampel. Das „Vorschlängeln“ mit dem Elektroroller an Ampeln oder durch Staus ist zwar eigentlich nicht erlaubt, wird aber meist toleriert – von den meisten Menschen. Nur ein paar oberlehrerhafte Beschimpfungen muss man sich schon gefallen lassen. Aber das ist man als Berliner sowieso gewohnt. Außerdem: Ein Zug am Gasgriff der coup- oder Emmyroller und schon sind die Meckerheinis Geschichte. Denn mit dem schnellen Antritt und der ultraspontanen Beschleunigung der Roller rechnet erstmal niemand – auch als Fahrer muss man sich erstmal dran gewöhnen. Aber das geht so schnell, dass man sich fragt, warum immer noch Roller mit Verbrennungsmotor durch die Gegend fahren. Die türkis-schwarzen coup-Roller und die leuchtend orangenen Emmy-Scooter sind eine willkommene Abwechslung im Berliner Carsharing-Markt. Und neben dem Spaß lassen sie auch noch mehr Geld auf der Kreditkarte. Eine halbe Stunde kostet bei coup drei Euro. Bei car2go ist man für diesen Zeitraum mindestens das Doppelte los. DriveNow berechnet im besten Fall 10,30 Euro. Ums Laden der Stromroller kümmern sich Mitarbeiter, die einfach leere Akkus gegen volle tauschen. Einen Helm mitzuschleppen kann man sich sparen. Denn in den Helmfächern der Roller liegen Helme und Hygiene-Hauben bereit. Einzig bei regnerischem Wetter sollten die 45 km/h Spitzengeschwindigkeit nicht unterschätzt werden: Handschuhe, weniger schräge Kurvenlage und eine feste Jacke sind dann Pflicht.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

 

Bild: Daimler

 

 

 

Kommentar verfassen