CarsharingRadar 28.2017 | Warum car2go auf Elektroautos setzen will

+++ car2go: In Zukunft keine Benziner oder Diesel mehr +++ Gett kauft Juno mit Beteiligung von Volkswagen +++

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car2go will bald nur noch elektrisch fahren

Stuttgart – In der leisen und lokal emissionsfreien Elektromobilität liegt die Zukunft. Feinstaub entsteht nicht mehr größtenteils durch den Verbrenner sondern beim Bremsen und durch Reifenabrieb. Autos mit Elektroautos gelten als umweltfreundlich, sind extrem leise und können mit Ökostrom geladen werden. Inzwischen ist auch die Reichweite nur noch selten ein Thema. 150 Kilometer sind mit einer Akkuladung auch bei relativ starker Beanspruchung drin. Die Ladezeiten sinken an den entsprechenden Ladesäulen weiter. Auch die Anzahl und damit die Verfügbarkeit der Ladesäulen steigt. Für car2go-Chef Olivier Reppert alles Gründe genug, die Carsharing-Flotte möglichst zu 100% voll elektrisch fahren zu lassen, wie er in einem Interview mit ngin-mobility verriet. Mit 1.400 elektrischen Smarts und einiger elektrischer B-Klassen gibt car2go schon jetzt die Richtung im Carsharing vor. In Stuttgart, Madrid und Amsterdam  fährt kein Verbrenner mehr in der car2go-Flotte. In Hamburg soll bis 2019 zunächst die Hälfte aller Autos elektrifiziert werden. Der Aufbau der Ladeinfrastruktur müsse aber mit der Stadt Hand in Hand gehen. Anders ließe sich Olivier Reppert zufolge die Elektrifizierung nicht umsetzen. „Ich bin mir sicher, dass es in zehn Jahren auf Verbrennerbasis keine Carsharing-Aktivitäten mehr geben wird. Alle Fahrzeuge im urbanen Umfeld werden Elektro-Fahrzeuge sein.“

VW: Schützenhilfe für Gett bei Übernahme von Juno

Berlin – Der Carsharingmarkt ist im Wandel. Das Start-Up Gett kann mit Finanzhilfe von Volkswagen den Mobilitätsdienstleister Juno übernehmen. Der Kaufpreis wird mit spektakulären 250 Millionen Dollar beziffert. Juno wird zu 100% in Gett übergehen. VW und andere Investoren bleiben Informationen des Finanzportals Capital mit an Bord. Vermutlich wird Gett ein Produkt von Moia, der neuen Konzernmarke von Volkswagen. Das in Berlin ansässige Unternehmen soll bis 2025 führender Anbieter mobiler Lösungen sein und einen erheblichen Teil zum Konzerngewinn beisteuern. Derzeit werden verschiedene Ideen in Berlin erarbeitet. Juno hat in Nordamerika, Gett wiederum in Europa ein bestimmende Marktposition. Zusammen soll diese Säule gestärkt werden und nach Uber und Lyft ein dritter, verlässlicher Fahrdienstleister etabliert werden.

 

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Bild: Daimler

 

 

 

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