CarsharingRadar 25.2017 | 6 Jahre DriveNow – eine Bilanz

+++ Seit 6 Jahren gibt es DriveNow nun schon +++ Beim Carsharing zahlen BMW und Daimler immer noch drauf  +++

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DriveNow feiert sechsten Geburtstag

München – Mini und BMW mit DriveNow-Schriftzug gehören fest zum Stadtbild. Nach wie vor wachsen Flotte, Kundenstamm und Fahrminuten. Carsharing scheint eine der Mobilitätslösungen der Zukunft zu sein. DriveNow gibt es inzwischen in 12 Städten. Gut 900.000 Einträge zählt Kundendatenbank – zusammen mit dem im Mai 2017 neu eröffneten Standort Helsinki, der Hauptstadt Finnlands.  Und: „Die Expansion geht weiter – im Laufe des Jahres werden wir unseren Service in eine weitere Stadt in Europa bringen.“ „Die Expansion geht weiter – im Laufe des Jahres werden wir unseren Service in eine weitere Stadt in Europa bringen.“  Sagt Geschäftsführer Sebastian Hofelich. In München fing vor sechs Jahren alles an. Zusammen mit Sixt gründet BMW das Joint Venture DriveNow. Es war mitten in der Nacht, als die Technik das erste Mal funktionierte und das Auto sich ferngesteuert öffnen und starten ließ – damals noch mit Chipkarte, erinnert sich Erich Sixt. Mittlerweile hängt zwischen den  Partnern aber ein schiefer Haussegen. Grund dafür ist der scheinbar anstehende Zusammenschluss von car2go und DriveNow. Erich Sixt meint dazu nur, dass mit Sixt noch nicht gesprochen wurde. Trotz dieses zwischenzeitlichen Zwists hat DriveNow viel bewegt – täglich sind mehrere tausend Menschen mit den Fahrzeugen von BMW und Mini unterwegs. An allen Standorten setzt DriveNow neben den klassischen Autos mit Verbrennungsmotor auch den rein elektrisch fahrenden BMW i3 ein. Gute Aussichten für die nächsten sechs Jahre.

DriveNow und car2go: Zuschuss fürs Carsharing

Stuttgart/München – Wer meint, im Carsharing liege ein wahrer Goldschatz begraben, der täuscht. Sowohl Daimler als auch BMW zahlen beim Geschäft mit geteilten Autos kräftig zu. Dieser Ansicht ist zumindest Autoexperte Stefan Bratzel von der Wirtschaftshochschule in Bergisch-Gladbach. Im Stern spricht er davon, dass klassisches Carsharing sich dem Wettbewerb mit Ridesharing-Diensten wie z.B. Uber stellen müssen. Trotzdem sollen car2go und DriveNow herausfinden, wie mit Autonutzung statt Autobesitz Geld verdient werden kann. Wer den Pressestellen von car2go und DriveNow Glauben schenkt, rechnet sich zumindest DriveNow deutschlandweit. car2go spricht davon, in zumindest in Berlin profitabel zu sein. Und hier liegt aber auch das Problem. Carsharing kann nur dann funktionieren, wenn die Autos möglichst oft unterwegs sind. In Berlin scheint das zu funktionieren: junges, mobil-affines Publikum mit ausreichend solventem Hintergrund ohne Auto, perfekt. Anders sieht es auf dem Land oder anderen Städten aus, wo das eigene Auto nach wie vor die tragende Rolle bei der individuellen Mobilität spielt.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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Bild: mietwagennews

 

 

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