CarsharingRadar 22.2017 | DUH: So umweltschädlich ist car2go

+++ DUH fordert car2go-Smart stillzulegen +++ Warum Leipzig endlich ein Carsharing-Konzept erarbeitet  +++ Umfrage: So sind urbane Menschen wirklich unterwegs +++

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DUH hält Carsharing für umweltschädlich

Stuttgart – „Die Deutsche Umwelthilfe fordert“ – lauten viele Schlagzeilen. Mit markigen Klagedrohungen und erschütternd wirkenden Aufklärungskampagnen schafft es die DUH immer wieder in die Medien. Das Ziel: Wichtige Entscheidungsträger unter Druck zu setzen. Oder dem Geschäftsmodell der DUH eine Grundlage bietet. So geht es nun car2go an den Kragen. Die DUH wirft Daimler vor, dass die von car2go eingesetzten Smarts umweltschädlich seien. Man solle die Fahrzeuge stilllegen, bis bei der Abgasnachbehandlung nachgebessert worden sei. Grundlage der Behauptung seitens der DUH sind eigene Abgasmessungen mit einem Partikelmessgerät. Die Werte scheinen so hoch wie „sonst nur in den Abgasfahnen von Kreuzfahrtschiffen zu finden“ seien, schreibt die Hamburger Morgenpost. DUH-Chef Jürgen Resch geht sogar noch einen Schritt weiter und setzte Daimler eine Frist von zwei Wochen um „den Verkauf aller Benzin-Smarts mit hohen Partikel-Emissionen“  zu stoppen. Car2go indes gibt sich unbeeindruckt von dem Säbelrasseln: „Wir nutzen ordnungsgemäß und regulär zugelassene Fahrzeuge in unserer Flotte“, so eine Sprecherin in der Hamburger Morgenpost.

Carsharing in Leipzig: Endlich ein Konzept

Leipzig – Während viele Großstädte in Deutschland schon funktionierende Carsharingnetze auf den Straßen haben, hängt Leipzig nach wie vor in Isellösungen fest. Ein wirkliches Dachkonzeot ließ auf sich warten – bis jetzt. In Zusammenarbeit mit teilAuto und dem schon aufgebauten Stationsnetz werden nun weitere Pläne für den Ausbau geschmiedet. Dazu sagt Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau: „Basis soll ein vom Stadtrat zu verabschiedendes Konzept sein, in dem die Stadt ihre Entwicklungsvorstellungen zu Mobilitätsstationen und separaten Carsharing-Stationen im öffentlichen Straßenraum sowie auch zum sogenannten flexiblen Carsharing fixiert“ gegenüber Focus online local. „Leipzig mobil“ soll die Dachkampagne heißen, unter der später Mietstationen mit Carsharingautos und andere Mobilitätsangebote angeboten werden sollen. Außerdem wird daran gearbeitet, flexibles Carsharing in Leipzig anbieten zu können. Das entsprechende Papier soll bald dem Stadtrat vorgelegt werden, so Michael Jana, Leiter des städtischen Verkehrs- und Tiefbauamtes.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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Bild: mietwagennews

 

 

 

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