CarsharingRadar 22.2017 | Die Vereinigung von car2go und DriveNow

+++ Mögliche Fusion von car2go und DriveNow: Die Gründe +++ Carsharing-Studie: In diesen Städten macht Autoteilen Spaß  +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Car2go und DriveNow: Schluss mit Silo-Denken

Stuttgart/München – Eine Fusion der beiden größten deutschen Anbieter von stationsunabhängigem Carsharing wurde lange in den Medien diskutiert. Auf Nachfrage von MietwagenNews bei DriveNow aber stets dementiert – klar, solch ein Zusammengehen wäre für die börsennotierten Dachunternehmen der beiden Carsharinganbieter rlevant für die Aktienkurse. Nichts anderes als eine Verneinung über Verhandlungen oder Annäherungsversuche war also zu erwarten. Zunächst vermuteten außerdem einige Medien lediglich eine gemeinsame Buchungsapp, was noch lange keinem Zusammenschluss darstellt. Doch das Bündnis dürfte den aktuellen Berichten und Spekulationen nach noch wesentlich tiefgreifender sein. Unter anderem die „Welt“ und das „Manager-Magazin“ berufen sich in ihren Recherchen auf Unternehmenskreise. Alles deute demnach auf eine Fusion der Mobiltätsdienste von BMW, Sixt und Daimler hin.  Man suche Allianzen, die gegen drängenden internationalen Wettbewerb wie Uber oder auch Moia in Berlin wappnen soll. Einer könnte Daimler und BMW allerdings ziemlich in den Karren fahren: Erich Sixt sagte bereits vor einigen Wochen, dass ihn bisher niemand gefragt hätte – Sixt gehören 50% der Anteile an DriveNow. Er sagte: „Car2Go macht nach unserem Kenntnisstand unvorstellbare Verluste. Wir können uns nicht vorstellen, wie eine Zusammenarbeit zwischen Daimler und BMW überhaupt aussehen soll. Wir sind komplett entspannt.“

Carsharing nicht überall gut aufgestellt

München – Die bayerische Landeshauptstadt hat Berlin als Carsharing-Standort Nummer 1 abgelöst. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers (PWC) zeigt auf, dass Berlin nur auf Platz 5 der nationalen Rangliste einzusortieren ist. München, Stuttgart, Hamburg und Köln bieten pro Einwohner deutlich mehr Carsharing- oder Mobilitätsangebote. Die Dichte der verfügbaren Fahrzeuge ist der Studie zufolge wesentlich größer. Grund hierfür ist vor allem die immense Aufstockung der Flotte von car2go und DriveNow, die zusätzliche Fahrzeuge in die nicht stetig wachsenden Geschäftsgebiete einbringen.  München scheint außerdem Fahrdiensten wie Uber oder Clevershuttle liberaler als andere Städte gegenüber zu stehen. Zusätzlich gibt es ein riesiges Angebot an Leihrädern und Rollern. Keinen Spaß, aufs eigene Auto zu verzichten hat man allerdings im Ruhrgebiet. Die Carsharing-Angebote beschränken sich hier auf stationäre Lösungen, die vergleichsweise schwer zu erreichen sind und nur von wenigen Kunden genutzt werden.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

 

Bild: car2go und DriveNow

 

 

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