CarsharingRadar 15.2017 | Leihen, Nutzen, Fahren statt Besitz anschaffen

+++ Carsharing als Teil der Verkehrsmittel-Mischnutzung +++ Lidl Ridesharing: So funktioniert‘s +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Carsharing allein hilft wenig weiter

Berlin – Spät ist es geworden im Büro. Und dunkel sind die feierabendlichen Straßen. Am Fahrrad ist das Licht ausgefallen und nun fängt es auch  noch an zu nieseln: Der Frühling in Berlin ist hart und weicht den Winter nur mäßig auf. „Jetzt ein Auto“ steht an der Tür eines Smart. Gelesen, getan – reingesetzt und losgefahren. Doch dann kommt das Ende des Geschäftsgebiets. Den Rest der Tour übernimmt der S-Bahnfahrer. Carsharing ist nicht der Ersatz für das eigene Auto sondern ein Teil der Verkehrsmittel-Mischnutzung in den Gebieten, wo Carsharing angeboten wird. Es ersetzt nicht das eigene Auto sondern dient als weitere Alternative zum eigenen KFZ – auch wenn die Statistiken von DriveNow und car2go gerne betonen, dass etliche Nutzer das eigene Auto abgeschafft hätten. Gemessen an den Gesamtzulassungszahlen ist der Anteil an Carsharingautos aber verschwindend gering.

Lidl Bikesharing – so funktioniert‘s

Berlin – Vielen Berlinern dürfte in letzter Zeit die Ansammlung von auffällig schwerfällig aussehenden Fahrrädern aufgefallen sein. „Lidl-Bike“ ist Mitte März in Berlin gestartet und für jeden zugänglich. Alles, was man zum Ausleihen der Fahrräder braucht, ist eine App auf dem Smartphone. In Zusammenarbeit mit dem Carsharing der Deutschen Bahn Flinkster ist ein Bikesharing-Dienst entstanden, der das Leihen von Fahrrädern so einfach wie noch nie gestaltet. So geht’s:

  • Als Erstes muss man sich online auf der Seite von Lidl-Bikesharing oder per App anmelden
  • In der Nähe eines Fahrrads kann die App gestartet werden und ein Fahrrad in wenigen Schritten ausgeliehen werden
  • Die Benutzereführung ist dabei selbsterklärend: Auf der Karte passendes Fahrrad auswählen, buchen und losfahren
  • Helme zur eigenen Sicherheit gibt es bei den Fahrrädern nicht, die sollte man selbst mitbringen. Ein Schloss ist aber am Fahrrad integriert
  • Theoretisch kann man das Fahrrad an jeder beliebigen, öffentlich zugänglichen Stelle im Berliner Geschäftsgebiet abstellen. Die Ausmaße sind in der Karte ersichtlich.
  • Damit die Fahrräder beisammen bleiben, bietet Lidl jedem „Heimbringer“ 50 Bonus-Cent an, der sein Fahrrad innerhalb gekennzeichneter Zonen abstellt. 350 solcher Zonen gibt es im Stadtgebiet

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: DriveNow

 

 

 

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