CarsharingRadar 13.2017 | DriveNow: Alles neu macht der März

+++ Neue App, Website und Buchungsmaske bei DriveNow +++ Daimler und BMW rechnen nicht mit Wettbewerb durch Carsharing +++ car2go Wien bekommt ab Ostern Mercedes-Modelle +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

DriveNow erneuert App, Website und Anmietprozess

München – Wer sich nicht ständig selbst neu erfindet, ist irgendwann abgemeldet. Bei DriveNow melden sich eher die Kunden ab, wenn auf technischer Seite beim Carsharing-Anbieter der Sixt SE und BMW nichts passiert wäre. Zwar ist der Launch der App und der Relaunch der Website noch keine zwei Jahre her. Im Internet ist diese Halbwertszeit aber durchaus normal. So kommt es, dass DriveNow auch im Hinblick auf die stark vereinfachte Anmietung bei car2go reagieren musste. Nun vergeht zwischen Öffnen und Losfahren wesentlich weniger Zeit als bisher. Wie das geschafft wurde? Die Buchungsschritte im Fahrzeug selbst wurden auf ein Minimum reduziert. Alle begleitenden Angaben können schon in der App vor Fahrtantritt erledigt werden: Öffnen des Fahrzeugs im Radius von 150 Metern, Planung der Fahrt, Überprüfen von Schäden und die Buchung der Pakete. Nur die Sicherheitspin muss ab sofort noch im Auto selbst eingegeben werden – sie ist praktisch der Schlüssel zum Auto. „Die Weiterentwicklung der DriveNow App ist für uns ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, so Sebastian Hofelich, Geschäftsführerkollege bei DriveNow. „Mit der neu strukturierten App haben wir die Basis für weitere innovative Features geschaffen, die wir im Laufe des Jahres und darüber hinaus integrieren wollen.“ Das merkt man beim Blick in die App und der Website im Moment noch an. Viele Funktionen sind eher rudimentär und ausbaufähig, alte gewohnte Bereiche einfach verschwunden. Hier muss DriveNow noch nachlagen. Die Vereinfachung der Anmietprozesse ist aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung – die Zulassung externer Versicherungen und damit der Wegfall des 1-Euro-Versicherungspaketes müssten zugelassen werden.

BMW und Daimler rechnen nicht mit Kannibalisierung durch Carsharing

München/Stuttgart – In Zukunft werden wir Autos nur noch nutzen statt besitzen: So oder so ähnlich lauten die Visionen verschiedener Berater-Gesellschaften und der Ideenschmieden der Autohersteller. Carsharing ist eine dieser Lösungen, in der Menschen auf ihr eigenes Auto verzichten können  – und das komplett ohne Abstriche. Sollte Autonomes Fahren auf Level 5 tatsächlich irgendwann Wirklichkeit werden und die Autos völlig ohne Fahrer auskommen, macht Carsharing noch einmal einen riesigen Sprung. Dennoch befürchten sowohl Daimler als auch BMW, zwei Marken als Vorreiten im Carsharing keine Egalisierung der klassischen Autoverkäufe durch Carsharing. Bis 2025 wollen beide Autobauer zusammen 100 Millionen Autos verkaufen, weiß das Newsmagazin motor-talk.de zu berichten.

Car2go Wien ab Ende April mit Autos von Mercedes

Wien – Bis auf Stuttgart sind in Deutschland alle car2go-Standorte mit Modellen von Mercedes-Benz versorgt worden. In Wien wird ab Ostern nachgezogen. Insgesamt sind 350 Autos von Mercedes für Wien eingeplant, schon kurz nach Ostern beginnt die Auslieferung der ersten Exemplare, schreibt futurezone.at. Daimler wird in Wien 250 A-Klassen, 50 Kompakt-SUV vom Typ GLA und weitere 50 CLA einsetzen. Die bisherige Smart-Flotte bleibt erhalten. Car2go Wien kommt damit auf knapp 750 Autos. „Im Moment sind zwei Drittel unserer Kunden Männer. Die meisten Kunden sind auch eher jünger.“, sagt Pressesprecher Daniel Hörer. Diesem Kundenstamm will car2go mit sportlicheren und repräsentativen Autos gerecht werden. Schließlich würden immer mehr Geschäftskunden car2go nutzen. Mit den neuen Autos wird es auch neue Preise geben. car2go in Wien wird damit etwas teurer als an den deutschen Standorten. Der Smart wird weiterhin 31 Cent kosten, die A-Klasse wird mit 35 Cent je Minuten angepriesen während GLA und CLA 38 Cent je Minuten kosten werden. Auch in Arbeit hat car2go Minuten- und Inklusivpakete, ähnlich denen von DriveNow.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: mietwagennews

 

Kommentar verfassen