CarsharingRadar 10.2018 | Wie MOIA das Carsharing abschafft

Carsharing wird – wenn es nach den Machern von Volkswagens 13er Konzernmarke geht – mittelfristig ergänzen und langfristig ablösen. Aus Carsharing wird Ridepooling.

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Wie MOIA aus Carsharing Ridepooling macht

Hamburg – Schon wieder ein neuer Begriff: Ridepooling. Damit meint Volkswagen nichts anderes als Sammeltaxis, die auf Abruf intelligent geplante Routen fahren. So sollen die Vorteile von Carsharing, Taxis und dem öffentlichen Nahverkehr in der Stadt kombiniert und ganz nebenbei die Nachteile ausgemerzt werden. Die Vision sieht vor, dass die vollelekrischen Busse irgendwann autonom fahren und zwischen den virtuell von den Fahrgästen gebuchten Haltepunkten entscheiden, welche die beste Route ist. Effizienz und Zeitersparnis stehen ganz oben auf der Agenda.

Carsharing eigentlich für die Stadt ungeeignet

Beim Carsharing müssen die Kunden oft weite Strecken zu Fuß zum Auto laufen und dann auch noch selbst fahren. Das Geschäftsmodell trägt sich nur mit Subventionen großer Partner im Hintergrund wie bei DriveNow oder car2go beispielsweise. Hinzu kommt, dass die Auslastung der Autos mit Fahrten immer besser wird, die Verfügbarkeit für Kunden in den Hauptverkehrszeiten aber zu Wünschen übrig lässt. Außerdem werden die meisten Fahrten nur mit einem Fahrgast an Bord abgewickelt.

Intelligente Routenplanung bei MOIA

MOIA will die elektrischen Busse möglichst immer voll ausgelastet fahren lassen. Dafür müssen die Fahrgäste kleine Umwege in Kauf nehmen. Die Route wird so geplant, dass Ein- und Ausstiege einzelner Fahrgäste zusammengelegt werden. Der Haltestellenwunsch wird per App übermittelt, die Software im Hintergrund ermittelt die beste Schnittmenge und der Kunde kann sich auf den Weg dorthin machen. Es soll einmal so funktionieren, dass man nie länger als zu einem Taxi laufen muss

Fahrten mit MOIA könnten länger dauern

Nachteile bei MOIA: Die individuelle Strecke kann jeweils immer mal wieder vom idealen und gewohnten Weg abweichen und damit etwas länger dauern als eine Taxifahrt oder die selbstständige Fahrt mit einem Carsharingauto. Dafür soll die Software auch aktuelle Verkehrsdaten in die Routenplanung einbeziehen und entsprechend an dichtem Verkehr vorbeinavigieren.

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