CarsharingRadar 07.2018 | Sixt verkauft DriveNow-Anteile

Sixt verkauft DriveNow-Anteile an BMW +++ Unfälle und Raser: Carsharing-Nutzer weiter in der Kritik +++

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Sixt verkauft DriveNow für 209 Millionen Euro

München – Sixt räumt das Feld. Die Anteile am Carsharingdienst DriveNow verkauft der Münchner Autovermieter an BMW und nimmt damit 209 Millionen Euro ein. Der Verkauf beflügelte die Aktie, die um vier Euro in die Höhe schoss. Sixt gibt damit offiziell den Weg für die offenbar geplante Fusion der Carsharingdienste car2go und DriveNow frei. Daimler und BMW wollen ihre Mobilitätslösungen endlich in die Gewinnzone fahren. Das geht nur mit sinkenden Kosten für die Flotten- und Serviceleistungen. Lediglich DriveNow verkündete bisher offiziell, dass Gewinne eingefahren werden. Über car2go sind keine Zahlen zu bekommen. Außerdem erwartet man viele Synergien wie eine gemeinsame App. Offiziell bestätigen weder Daimler noch BMW die Zusammenlegung der beiden Carsharing-Giganten. Auf tagesschau.de äußert sich BMW-Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer nur, das mit DriveNow als 100-Prozent-Tochter „alle Optionen für eine strategische Weiterentwicklung unserer Services“ offen seien. Das erklärte Ziel: Bis zum Jahr 2025 sollen 100 Millionen Kunden die Mobilitätsdienste und zusätzliche Services der Autohersteller nutzen.

Unfälle, Dreck und Raser: Carsharing in der Kritik

Berlin – Immer wieder kommt es unter Carsharingnutzern zu schweren Unfällen. Sie sind statistisch nicht belegbar und die Anbieter selbst geben keine Unfallzahlen heraus. In der Wahrnehmung der Süddeutschen Zeitung kommt Carsharing allerdings schlecht weg. Raser, Dreck in den Autos und Unfälle trüben die eigentlich gute Idee hinter der Sache. Warum DriveNow beispielsweise für kurze Stadtfahrten bis zu 190 PS starke Dieselfahrzeuge oder 231 PS im Mini Cooper S anbietet, weiß nur BMW – nötig ist das nicht. Carsharing wird von den Herstellern auch als Probefahrten-Plattform gesehen. So kommen junge Käufer das erste Mal mit den Marken Smart & Mercedes (car2go) sowie Mini & BMW (DriveNow) in Berührung. Gute Ausstattungen und viele PS können starke Argumente bei der Anschaffung eines eigenen Autos sein – aber auch zum Rasen verleiten. Einen schwierigen Trend beobachten wir in der miesen Behandlung der Leihautos. Bis auf eine Ausnahme waren alle Carsharingautos, die wir im Jahr 2017 gemietet haben, extrem verschmutzt. Volle Aschenbecher, benutzte Taschentücher, Chipstüten, auslaufende Getränke oder andere Hinterlassenschaften der Vormieter werfen die Frage auf, wie einige Menschen ihren Alltag auf die Reihe bekommen.

 

 

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Bild: mietwagennews

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