Carsharing-Radar: car2go in NewYork, flow-k in Osnabrück und Toyota in Grenoble

Die aktuellen Carsharing-News: +++ car2go Start in Brooklyn und kein freies Parken in Frankfurt +++ DriveNow und car2go –App im Test +++ Münchner Mobilitätsstation +++ flow-k Osnabrück +++ Toyota i-ROAD  in Grenoble +++ Cambio Autos täglich 12 Stunden unterwegs +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Car2go startet in Brooklyn New-York und legt rasantes Tempo vor

Eine der ereignisreichsten Wochen in Sachen Carsharing liegt hinter uns. Den Anfang macht car2go mit dem spektakulären start in der Stadt, die niemals schläft. Mit dem New-Yorker Stadtteil Brooklyn kommt ein attraktives Geschäftsgebiet im nordamerikanischen Raum ins Portfolio von moovel. 400 Smarts stehen in einem rund 100 Quadratkilometer großen Geschäftsgebiet zur Verfügung. Ab dem 25. Oktober geht es los – car2go ist damit in insgesamt 29 Städten in Nordamerika und Europa vertreten. Neben Brooklyn kamen kürzlich erst Frankfurt am Main und Kopenhagen dazu. Fast schon nebenbei erweitert moovel Köln und Düsseldorf zum Geschäftsgebiet Rheinland – wir berichteten. Die Stuttgarter Daimler-Tochter legt also weiterhin ein rasantes Wachstum auf den Asphalt der Städte. (Quelle: car2go)

Frankfurt möchte ein Pilotprojekt fürs Freiparken von Carsharing-Autos

Nur ist car2go nicht dabei. Daimler und moovel, die den Betrieb von car2go verantworten, scheinen sich uneins mit der Stadt Frankfurt zu sein. Freefloeting Carsharing im eigentlichen Sinne ist im Augenblick in Frankfurt nicht möglich. Laut Brancheninformationen, plant die Stadt einen Feldversuch mit rund 80 Fahrzeugen. Diese kleine Flotte hält car2go allerdings für unrentabel weshalb car2go vorerst auf die Möglichkeit zurückgreift, in der Frankfurter Innenstadt Stellplätze in fünf Parkhäusern zur Verfügung zu stellen. Im Frühjahr 2015 wird sich zeigen, welche Anbieter auf das Angebot der Frankfurter Straßenverkehrsgesellschaft eingegangen sein werden. (Quelle: faz.net)

Neue Apps braucht das Carsharing-Land – DriveNow und car2go App im Test

Carsharing ist in der Gesellschaft angekommen. Ein Auto zu teilen ist nicht mehr nur ein Spielzeug von Early-Adopter oder Trend-Nerds. Der Gedanke, kein eigenes Auto zu besitzen und entsprechende Unterhaltskosten zu tragen, ist für immer mehr Menschen sehr reizvoll. Einzig die  steigende Zahl von Mitgliedskarten im Geldbeutel erweist sich auf Dauer als unvorteilhaft. Die meisten Carsharing-Nutzer haben ohnehin immer ihr Smartphone dabei. Die logische Konsequenz daraus: Es wird mit einer App zum Schlüssel für jeden Smart, Mini oder BMW. Die ComputerBild hat die Apps von DriveNow und car2go einem Praxistest unterzogen. Eines sollte man beim Mieten per Smartphone tunlichst vermeiden: Dass der Akku alle ist. Denn ohne Telefon lässt sich das Auto nicht verschließen – oder man muss die Mitgliedskarten doch immer in der Geldbörse dabei haben. (Quelle: ComputerBild.de)

Baustart der ersten Münchner Mobilitätsstation

Seit dem ersten September wird an den Stellplätzen nördlich des Busbahnhofs an der Münchner Freiheit gebaut – Grund: hier wird die erste Mobilitätsstation entstehen. Neben Bus, Straßenbahn (Tram) und U-Bahn, Taxi und Leihrädern werden auch Carsharing-Parkplätze eingerichtet. Diese Maßnahme soll den Münchner Bürgern umfassende Mobilitätsangebote zur Verfügung stellen. Das Kooperationsprojekt von BMW, SWM/MVG und der Landeshauptstadt München stellt sogar Elektroladesäulen zur Verfügung. Während der Eurocities-Jahrestagung vom 5. Bis 8.11. findet die Eröffnung statt. (Quelle: newstix.de)

flow-k Osnabrück bietet modernes Carsharing am Puls der Zeit.

Mit einem klar gestalteten Internetauftritt, einem zuverlässigen Anmietprozess und absolut citytauglichen VW Up! in der Flotte macht flow-k Osnabrück mobil. Wer die Usability und die Verfügbarkeit von DriveNow und car2go an ihren jeweiligen Standorten gewöhnt ist, vermisst die technische Umsetzung vielleicht auch bei kleineren Anbietern. Flow-k in Osnabrück steht den großen Anbietern in nichts nach. Die Preisgestaltung und der Anmietprozess ähnelt denen der etablierten Anbieter. Die Autos dürfen auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden, was flow-k sehr flexibel macht. Neben den stationsunabhängigen flow-ks gibt es in Osnabrück auch die Möglichkeit auf stationsgebundene stat-ks zurück zu greifen. Die Tarife dafür sind anders gestaffelt und bieten dafür auch z.B. Elektroautos, Kombis oder Transporter. (Quelle:flow-k.de)

Toyota i-ROAD und COMS als Carsharing-Feldversuch in Grenoble

Dass Carsharing nicht nur in Großstädten und Metropolen gut ankommt, beweisen auch Feldversuche in Osnabrück oder z.B. im französischen Alpenort Grenoble. Als Entlastung und Ergänzung gedacht, sollen rund 70 elektrisch betriebene Toyota  i-ROAD und COMS auf den Straßen unterwegs sein. Am 1. Oktober fällt der Startschuss. Bis dahin sollen rund 30 Ladesäulen die Energieversorgung für die Akkus der Elektrofahrzeuge sicherstellen. (Quelle: Toyota)

Die Fahrzeuge von Cambio sind täglich bis zu 12 Stunden unterwegs

In Köln hat Anfang September die 300. Cambio-Station eröffnet. Die Macher von Cambio sehen sich auf dem richtigen Weg. Ein großes Ziel, die zahl der Autos in der Stadt zu verringern, scheint geglückt. Nur 15,5 % der Cambio-Nutzer haben außerdem ein eigenes Auto. Alle anderen haben entweder ihr Fahrzeug abgeschafft oder sich erst gar keines zugelgt. Der Grund dafür ist die hohe Verfügbarkeit unterschiedlicher Fahrzeugklassen. Vom Kleinwagen über komfortable Kombis und 9-Sitzer bietet Cambio ein breites Portfolio. Diese clevere Aufstellung hat zur Folge, dass laut einer Studie von Civity Cambio-Autos je nach Stadt und Autotyp zwischen sechs und zwölf Stunden unterwegs sind – eine beachtliche Zeitspanne auch im Vergleich zu den Fahrzeiten von DriveNow und car2go. Deren Fahrzeuge sind laut besagter Studie nur ca. eine Stunde täglich unterwegs.  (Quelle: Cambio Carsharing)

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

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