Carsharing-Radar 51|2014: Flinkster & car2go

+++ Flinkster mit App für Windows Phone +++ car2go black in Frankfurt und Köln +++ drivy startet Nachbarschafts-Carsharing +++ Citeecar erobert Schritt für Schritt das Ruhrgebiet +++ Karlsruhe ist die „meiste“ Crsharing-Stadt +++ Bad Homburg weitet E-Mobility aus

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Flinkster weitet App-Angebot auf Windows Phone aus

Flinkster – das Carsharing der Deutschen Bahn – bietet ab sofort wie DriveNow seine App für WindowsPhone an. Das Betriebssystem für Mobiltelefone erfreut sich zunehmender Beliebtheit und konnte im August 2014 erstmals einen Marktanteil von 10% verbuchen. Apples iOS und vor allem Android teilen sich den Löwenanteil während Blackberry und andere Systeme ein Randdasein führen. Vor allem den Nokia Lumia Telefonen ist dieser Anstieg zu verdanken. Die Vielfalt an Apps im Vergleich zum Google Playstore oder im Appstore von Apple lässt zwar noch zu wünschen übrig. Die Berücksichtigung von WindowsPhone bei größeren Unternehmen zeigt aber dennoch die steigende Wichtigkeit. Die Flinkster App für WindowsPhone weist das gelernte Metro-Design auf und bietet praktische Funktionen bis hin zum Buchen der Carsharing Autos.

In Frankfurt und Köln fahren car2go black B-Klassen

In fünf deutschen Städten ist car2go black inzwischen verfügbar. Als Carsharing-Mietwagen Zwischenlösung bietet car2go black smartphonebasiertes Autofahren – Nach erfolgreicher Registrierung können in Frankfurt 30 und in Köln zunächst einmal 35 B-Klassen gemietet werden. Der Service von Daimler und Moovel soll das geänderte Mobilitätsbedürfnis moderner Stadtmenschen komplett abdecken und die Freefloating Smartflotte ergänzen. Mercedes-Benz-passion.com spricht von wichtigen Verkehrsknotenpunkten (Frankfurt am Main und Köln), die als Basisstationen für die „Schwarzfahrer“-Flotte herhalten.

Drivy – das etwas andere Carsharing

Der Trend weg vom eigenen Auto hin zur geteilten Mobilität hält weiter an. Drivy möchte auf diesen Zug aufspringen und eine Plattform sein, die das private Carsharing vorantreiben soll. Per App oder im Netz können Fahrzeuge ausgewählt und gebucht werden, die in unmittelbarer Nähe zum Standort stehen – eben ganz im Gegensatz zur klassischen Autovermietung, deren Standorte oft weit vom „Kiez“ entfernt lägen, wie Gero Graf im Gespräch mit der Welt betont. Der Deutschland Geschäftsführer von Drivy ist außerdem davon überzeugt, dass schon mit den ersten registrierten Fahrzeugen Mietstationen direkt um die Ecke entstanden seien. „Allein nach den ersten fünf Tagen waren bereits 56 Autos in Berlin verfügbar, was de facto bedeutet, dass 56 Mietstationen einen Steinwurf weit weg von zu Hause entfernt liegen“. Er führt weiter an, dass die meisten in Deutschland zugelassenen Wagen fast 23 Stunden am Tag still stünden und mit Drivy besser genutzt würden. Als Mitbewerber sieht er die klassische Autovermietung oder Freefloating Carsharing dennoch nicht. Drivy sei viel persönlicher. „Du erhältst immer das eine Auto von nur dem einen Besitzer.“ – Das kennen wir aber auch schon von Tamyca, die mit 75.000 Mitgliedern größte Plattform in Deutschland dieser Art.

Citeecar erobert das Ruhrgebiet

Citeecar erobert nach und nach das Ruhrgebiet. Bis eine Komplettabdeckung von Deutschlands größtem Ballungsraum vollzogen ist, werden noch ein paar Jahre ins Land ziehen. Dennoch sind die ersten Autos in Bottrop und Gelsenkirchen angekommen. Das Konzept sieht vor, dass Parkplatzpaten für den Betrieb der Autos zuständig sind, gemietet werden können sie aber von jedem, der über einen Führerschein verfügt. Laut Radio Emscher Lippe bietet das lokale Verkehrsunternehmen „Die Vestische“ ein Kombiticket für die Nutzung von Bahn und Carsharing an.

Karlsruhe ist die „meiste“ Carsharing-Stadt

Alles eine Frage der richtigen Auslegung: Karlsruhe ist die Stadt mit den meisten Carsharing-Autos. Mit statistisch fast zwei Autos pro 1.000 Einwohnern rangiert die Stadt in der Pfalz auf dem ersten Platz – noch vor Metropolen wie Berlin oder Hamburg. Laut einem Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung sind rund sieben Prozent der Einwohner für ein Carsharing-Projekt registriert und lassen damit öfter einmal das eigene Auto stehen – oder verkaufen es sogar ganz. Die Stadtmobilklientel sei durchaus unterschiedlich aufgebaut, wie Frank Ratzel, geschäftsführender Gesellschafter von Stadtmobil Karlsruhe, ergänzt. „Wir haben viele Studenten und Familien, die manchmal ein Zweitfahrzeug benötigen und natürlich etliche Kunden, die ganz bewusst auf ein eigenes Fahrzeug verzichten.“

Bad Homburg weitet E-Mobility aus

Carsharing scheint als Leuchtturmprojekt auch für die Politik immer wichtiger zu werden. Boris Rhein, seines Zeichen Wissenschafttsminister von Hessen verkündete in Bad Homburg den Launch eines E-Carsharings. Ab Januar 2015 sollen 12 Elektrofahrzeuge durch die Straßen des Kurortes rollen. Involviert ist die Landesregierung mit der „Förderung von Forschung und Entwicklung der Elektromobilität in hessischen Kommunen“ an insgesamt zwölf Projekten, in die 350.000 Euro fließen werden. Mit dem Geld werden laut news02elf nicht nur Autos angeschafft sondern auch Ladesäulen gefördert und nachhaltige Energiekonzepte entwickelt.

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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