Carsharing-Radar 44|2016: Carsharing braucht Parkplätze

+++ Carsharing braucht Parkplätze um Parkplätze zu schaffen +++ Rollout: Audi-Carsharing in den ganzen USA  +++ Lokal: Carsharing in Moers und Düren +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Freier Parkraum durch Carsharing-Stellplätze

Berlin – Eines ist sicher: Autos werden auch in mittelferner Zukunft nicht aus unseren Städten wegzudenken sein. Der Individualverkehr wird eher noch zulegen. Was neben vollen Straßen auch immer wertvoller wird: Parkraum. Wenn Autos nicht bewegt werden, belegen sie Parkplätze. Städte mit hoher Einwohnerdicht müssen reagieren – und bekommen von der Bundesregierung durch das neue Carsharinggesetz jetzt das passende Werkzeug an die Hand. Konkret geht es darum, dass Gemeinden den örtlichen Carsharinganbietern gegen Gebühr erlauben kann, bestimmte Parkzonen nur für Carsharingautos zu reservieren. Die Annahme dahinter ist, dass ein Carsharingauto bis zu zehn private PKW ersetzt. Das Verfahren zur Vergabe der Parklizenzen soll dabei so einfach und unbürokratisch wie möglich erfolgen.

Premium-Carsharing von Audi in den USA

Durham/NC, USA – Premiumcarsharing ist gerade bei Firmen schwer im Kommen. Die Verlockung, nur noch eine kleine Flotte zu unterhalten oder sogar auf Abruf bestellen zu können, scheint in den Buchhaltungsabteilungen langsam anzukommen. Audi startet in Durham, North Carolina ein Pilotprojekt. Dabei können Firmen gegen eine feste Leasinggebühr oder die effektive Nutzungszeit Autos mieten. Private Fahrten werden über die „Audi shared fleet app“ von jedem Mitarbeiter abgerechnet. Wie automobil-produktion.de berichtet, wird der erste Schwung ausschließlich aus Audi A4 Limousinen bestehen. 2017 soll das Projekt USA-weit ausgerollt werden. Ob dann auch andere Fahrzeugtypen für die Kunden zur Verfügung stehen, bleibt im Moment noch offen.

Lokal: Carsharing in Moers und Düren

Moers und Düren – Lokales Carsharing bleibt auch weiterhin ein Innovationstreiber für Gemeinden abseits des Carsharing-Trends in den Metropolen. In Düren beispielsweise ist Cambio Carsharing aktiv. Die Aachener Zeitung dokumentiert wie Dürener Privatpersonen und Unternehmen das stationäre Carsharing verwenden. Die einfache Handhabung und die überschaubaren Kosten stoßen bei immer mehr Nutzern den Gedanken an, das eigene Auto zu verkaufen. So auch in Moers. Hier schlägt die Innovationsnadel sogar noch ein paar Umdrehungen weiter aus. Hier steht ein Toyota Yaris Hybrid für die Kunden bereit. Das Hybrid-Auto überzeugt durch einen besonders niedrigen Kraftstoffverbrauch. „Der Wagen hat ein tolles Soundsystem und ist insgesamt deutlich besser als der Opel Corsa, den wir vorher hatten.“ lobt Stadtmobil-Geschäftsführer Matthias Kall auch die Ausstattung des hybriden Carsharingautos in der Rheinischen Post.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: Daimler

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