Carsharing-Radar 43|2016: car2go mercedisiert Wien und kippt Flinkster

+++ Wiener können var2go-Mercedes fahren +++ Lynk&Co soll Carsharing in Europa anders machen +++ Umfrage: Skoda-Lenker würden gerne ihr Auto teilen +++

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In Wien fährt car2go jetzt Mercedes und trennt sich von Flinkster

Stuttgart/Wien – car2go führt nun in kurzen Abständen an immer mehr Standorten in Europa Mercedes-Modelle in die Flotten ein. Damit bestätigt Daimlers Carsharingdienst die weiterführende Strategie, den Kunden auch international mehrtürige Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. In Wien bekommen die rund 113.000 Kunden ab 2017 neue Smarts und neue Mercedes auf die Straße gestellt. Insgesamt 700 Autos, aufgeteilt je zur Hälfte Smarts und Mercedes, werden dann für spontane Mieten per Smartphone bereitstehen. „Die ersten Auswertungen zeigen, dass wir damit absolut richtig lagen. Unsere Kunden sind von den neuen Autos und den Nutzungsmöglichkeiten, die ihnen damit offen stehen, begeistert. Wir freuen uns, dass zukünftig auch die Wienerinnen und Wiener davon profitieren und mit uns die Erfolgsgeschichte von car2go in Wien fortschreiben.“, sagt Thomas Beermann, CEO der car2go Europe GmbH in einer Pressemitteilung des Unternehmens. car2go reagiert damit massiv auf die Flottenerweiterung von DriveNow. Hier kamen erst kürzlich 100 Fahrzeuge neu hinzu.

Während car2go kräftig in die „Hardware“ des Carsharings (Autos) investiert, scheint es bei der Software zu haken. Denn genau aus diesem Grund pausieren das Bahn-Carsharing Flinkster und car2go aktuell die groß angekündigte Partnerschaft. Auf Anfrage des Handelsblattes bestätigten beide Unternehmen, dass Bahn-Kunden seit September keine car2go-Autos mehr über die Flinkster-App buchen könnten. Technische Probleme seien das Problem, man überprüfe derzeit die Schnittstellen. Über eine weitere Zusammenarbeit wird Ende des Jahres entschieden.

Volvo-Mutter will Carsharing aufmischen

Belrin – Carsharing im eigentlichen Sinne bedeutet: Viele Menschen teilen sich ein Auto. Dabei ist es nicht von Relevanz, ob mehrere oder nur eine Person zur gleichen Zeit mit dem Teil-Auto unterwegs sind. Volvo-Mutter Geely will mit der neuen Marke „Lynk & Co“ ab 2018 das Carsharingprinzip grundlegend vereinfachen. So bekommt das erste Modell „01“ einen Mitfahrknopf, wie die ComputerBild berichtet. Der soll signalisieren, dass andere Fahrgäste mitfahren dürfen. Dazu soll über eine App anderen Menschen Zugang zum Auto ermöglicht werden, wenn der Besitzer es gerade nicht nutzt. Drivy oder das Opel-Carsharing CarUnity setzen diese Idee bereits heute in die Tat um.

Skoda-Fahrer würden gerne ihr Auto teilen

Berlin – Markenhass oder Markenliebe wird bei Autos regelrecht zelebriert. Kaum ein anderes Objekt kehrt solche Diskussionstiraden aus der Internetgemeinde wie das Auto. Dennoch gibt es bestimmte Autofahrer, die sich dem Thema sehr viel entspannter und pragmatischer als andere nähern. Interessant an den Ergebnissen der Studie des Marktforschungsinstituts Puls ist die weite Spanne der Angabe, ob Fahrer bestimmter Marken gerne ihr Auto teilen. Skodas werden demnach gerne geteilt, Mercedes-Fahrer würden ihr Auto ungern anderen Menschen zur Verfügung stellen. Und das obwohl Daimler mit car2go einer der Vorreiter in Sachen Carsharing ist. Auch Audi- und Fiat-Lenker könnten sich gut vorstellen, ihr Auto aus der Hand zu geben.

 

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Bild: Daimler

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