Carsharing-Radar 43|2015: DriveNow bringt den vollelektrischen BMW i3 ins Rheinland

+++ DriveNow flottet BMW i3 nun auch im Rheinland ein +++ München will 1.500 Parkplätze für Carsharing schaffen +++ International: Google will Carsharing +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

BMW i3 nun auch in Düsseldorf und Köln

170 PS, das volle Drehmoment quasi ab der ersten Umdrehung und ein edles Innenraumambiente: Der BMW i3 weiß zu überzeugen. Auch wenn das Design Geschmackssache ist: der Stromer punktet mit seiner innovativen Technik. DriveNow hat heute im Rheinland 15 BMW i3 auf die Straßen losgelassen. Bis zum Ende des Jahres sollen in Köln und Düsseldorf insgesmt 45 i3 verfügbar sein, die an 80 Ladesäulen „frischen Saft“ tanken können. Deutschlandweit will das Carsharing-Unternehmen die Anzahl elektrischer Autos bis auf 400 Exemplare ausbauen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Elektrofahrzeuge in allen unseren Städten als Ergänzung zur herkömmlichen Flotte anzubieten und freuen uns, den BMW i3 nun auch nach Düsseldorf und Köln zu bringen“, sagt DriveNow Geschäftsführer Nico Gabriel .

1.500 Parkplätze für Münchner Carsharing

Carsharing funktioniert auch in München durchaus erfolgreich. Um eine weitere positive Entwicklung zu ermöglichen, will die Stadt bald rund 1.500 Parkplätze in Carsharing-Stellplätze umwandeln. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, soll dazu Mitte Dezember diesen Jahres die Entscheidung im Stadtrat fallen. Die Momentaufnahme zeigt, dass die Münchener Bürger Carsharing sehr gut annehmen. Wenn sich noch mehr Menschen gegen ein eigenes Auto und fürs Auto-Teilen entscheiden, könnte das mehr Verkehrsraum frei machen und die Stadt dazu bewegen, noch mehr Carsharing-Autos zuzulassen. Jeder Anbieter darf bisher maximal 500 Autos gleichzeitig in der Flotte halten. Für eine flexible Parklizenz im Geschäftsgebiet zahlt DriveNow beispielsweise 1.800 Euro je Auto – für Carsharing-Anbieter mit semiflexiblen Modellen (z.B.: Flinkster, Citeecar) werden 240 Euro/Auto und Jahr fällig. In einer Langzeitstudie fand dieUniversotät Dresden heraus, dass je nach Anbieter zwischen zehn und zwanzig Prozent der Nutzer ihren Privat-PKW abschafften. München will den frei gewordenen Verkehrsraum nun anderen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stellen. Hierbei wird vor allem auf Umweltverträglichkeit und Teilbarkeit Wert gelegt.

Google will ins Carsharing einsteigen

Google begann einst als Suchmaschine und gilt heute als eines der wertvollsten und einflussreichsten Unternehmen der Welt. Das knuffige Google-Car wird derzeit argwöhnisch von den etablierten Autobauern beobachtet. Mit Milliarden von Nutzerdaten weiß der Internetriese um die Bedürfnisse seiner potentiellen Kunden – wann sie zur Arbeit fahren, wann sie Feierabend haben, wo sie einkaufen oder ihre Freizeit verbringen. Doch Google möchte sich nicht nur auf den klassischen Auto-Vertriebsweg beschränken. Viele Menschen nehmen täglich ähnliche Wege. In vom Individual-Verkehr geprägten Ländern wie z.B. den USA können so Pendler-Synergien geschaffen werden. Das Google-Car fährt selbstständig von Startpunkt zum Ziel und bekommt unterwegs den Hinweis, dass ein Fahrgast die gleiche Strecke zurücklegen möchte. Wie ecomento.tv berichtet, verkauft Google damit kein Auto sondern eine „Transportdienstleistung“ – ein Modell, das heute bereits in ersten Zügen als Carsharing funktioniert.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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Bild: DriveNow

 

 

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