Carsharing-Radar 38|2016: Rechnet sich Carsharing überhaupt?

+++ Carsharing als profitables Geschäftsmodell +++ So könnte das Carsharing der Zukunft aussehen +++ Nachfolger von Roland Keppler wird Oliver Reppert +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Mit Carsharing Geld verdienen

Berlin – Als einziger großer Carsharinganbieter verdient nur DriveNow bisher Geld. Wieviel bleibt unklar. Aber der Aufbau der Flotte und die Verfügbarkeit sowie die kontinuierlich angepassten Geschäftsgebiete scheinen zu passen. Nicht umsonst hat car2go jüngst einen Strategiewechsel hin zu mehr Vielfalt in der Flotte beschlossen. Doch ist das der richtige Weg, um mit geteilten Autos Geld zu verdienen? Der Markt scheint für sich betrachtet ausreichend groß zu sein. Knapp 1,9 Millionen Kunden sind laut Carsharingverband bei allen Anbietern in Deutschland registriert. Die Quote der regelmäßigen Nutzer ist vergleichsweise hoch. „Grundsätzlich ist es so, dass man erst mal sehr viele Fahrzeuge präsent haben muss, um auch eine gewisse Aufmerksamkeit bei den Kunden zu erzeugen.“ sagt Nico Gabriel, Mitglied der Geschäftsführung von DriveNow gegenüber ndr.de. Sein Rezept scheint zu funktionieren. Anders rechnet Carsten Redlich von cambio Carsharing: „Wir brauchen ungefähr 40 aktive Menschen, die sich ein Auto teilen. Das ist unser Markt, wir gehen in die kleinen und mittleren Städte. Dort werden wir aktiv, ganz häufig in Kooperation mit den Gemeinden.“So kann sich Carsharing erst rechnent.

Carsharing: Autonom, kostenlos, immer verfügbar

Berlin – StefanHolm Nielsen hat eine Vision. Er möchte nichts anderes als die gewohnten Mobilitätskonzepte auf den Kopf stellen. Und zwar weltweit, in jeder Stadt und zu jeder Tageszeit. Wie ze.tt schreibt, will der Gründer ab 2017 erste Elektroautos ausliefern, die gänzlich autonom fahren. Sie sind boxförmig gezeichnet und eignen sich mit ihrem gut ausbalancierten Raumnutzungsverhältnis ideal für innerstädtische Transportaufgaben. In Berlin oder Kopenhagen soll das Ganze starten. Hier würden sich besonders viele experimentierfreudige Menschen tummeln, meint Nielsen. Was im Frühjahr 2015 als kleiner Versuch startete, soll bald in den sozialen Medien große Aufmerksamkeit bekommen. 18 Mitarbeiter zählt das Unternehmen „Spirit“ heute, weiteres Wachstum ist geplant. Gemeinsam wollen sie ein Auto auf die Räder stellen, „dass eigentlich keines ist.“ Es sei wesentlich günstiger als ein herkömmliches Auto und soll komplett mit Strom fahren. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Elektro-Microbusse bald zu „tausenden an jeder Straßenecke“ auf Passagiere warten können. Nielsen hat einen Traum. Schauen wir, ob er in Erfüllung geht.

car2go: Reppert folgt auf Keppler

Stuttgart – Ein „Daimlerjunge“ übernimmt das Ruder bei car2go nach der Rückkehr von Roland Keppler zur TUI-Gruppe. Oliver Reppert kommt als Vertriebs- und Marketingexperte aus Daimler-eigenen Reihen und übernimmt die schwere Aufgabe, car2go nachhaltig profitabel zu machen. Auch in der Entwicklung der Strategie soll Reppert die Weichen für die Zukunft stellen. 1998 kam Reppert zu Daimler und war seit 2010 für den Vertrieb der Marke Smart zuständig. Seinen Posten bei car2go tritt der neue Chef ab Oktober an.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: Daimler

 

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