Carsharing-Radar 36|2015: Der Elektro-Smart etabliert sich in Stuttgart

+++ Stromert sich in die Herzen der Stuttgarter Carsharing-Kunden: der E-Smart +++ Düsseldorf kämpft um car2go und DriveNow +++

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Stromert sich in die Herzen der Stuttgarter

Leise schleicht er sich an der Ampel davon, lässt verdutzt Porsche und S-Klasse beim 50-Meter-Sprint stehen und parkt flüsterleise in Parklücken, in die kein anderes Auto darf. Die Rede ist hier nicht etwa von einem Supersportwagen im Dienste ihrer Majestät für den MI6 – sondern von einer ganz besonderen Fahrzeuggattung in der Flotte des Carsharing-Dienstes car2go. Der Smart fortwo electric drive macht die Stuttgarter City unsicher und sauber zugleich. Er flitzt durch die Gassen der Innenstadt und trägt seinen Teil zum Umweltschutz bei. Köln ist nun die Smog- und Stauhauptstadt Nummer eins – Nicht mehr die kessellagige Schwabenstadt. Die Stuttgarter Zeitung schreibt, dass zwar ein erhöhter Aufwand für den Betrieb der Elektroflotte von Nöten sei. Dennoch haben sich mehr als 50.000 Kunden für car2go entschieden. Seit dem Start im November 2012 habe es mehr als 1,5 Millionen Fahrten gegeben, äußert sich Andreas Leo, car2go-Sprecher gegenüber dem Blatt. Trotz all der positiven Aussichten: car2go macht keinen Gewinn. Altersschwache Batterien zwingen die Kunden einem Selbstversuch der Stuttgarter Zeitung nach zu urteilen immer häufiger zu Stopps. Immerhin: Die Hotline in Berlin scheint hilfsbereit zu funktionieren.

Düsseldorf will Carsharing-Satelliten nicht verlieren

Benrath gestrichen, Hamm und Meerbusch nicht mehr auf der Karte, nach Hilden kann man auch nur noch eingeschränkt fahren: Nach der jüngsten Verschlankungskur von car2go und DriveNow im Rheinland decken die Düsseldorfer Geschäftsgebiete kaum noch Standorte am Stadtrand ab. Ein gemeinsamer Antrag der CDU und der Grünen verlangt, dass beide Carsharing-Anbieter wieder zur ursprünglichen, maximalen Ausdehnung ihrer jeweiligen Geschäftsgebiete zurückkehren. Doch hier spielt der Wunsch den Vater des Gedanken. Zur Umsetzung bedarf es einiger Zugeständnisse beider Seiten. Doch die stehen sich sch0n vom Grundsatz her im Weg: DriveNow und car2go müssen Verluste eindämmen, die ungenutzte Autos verursachen. Mit Autos, die am Rande des Geschäftsgebietes tagelang herumstehen, lässt sich kein Umsatz erzielen. Gleichzeitig wollen die Stadtoberen aber genau diese Verfügbarkeit in Randgebieten. Die Umweltbeauftragte der Stadt Meerbusch, Johanna Neumann will deshalb stationsgebundenes Carsharing ausprobieren. Derzeit werden einem Bericht der Westdeutschen Zeitung nach verschiedene Anbieter in Gesprächen sondiert.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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Bild: Daimler

 

 

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