Carsharing-Radar 32|2015: Privates Auto teilen? Lieber nein Danke.

+++ Das eigene Auto teilen? Nein Danke! +++ CarUnity verbucht 5.000 Mitglieder +++ Testfahrt mit dem dem Carsharing-Hummer +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Das eigene Auto verliehen? Nein Danke!

Über eine Million Mitglieder sind bei den deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Die Beliebtheit wächst weiter. In den Metropolen schafften laut einer Umfrage unter DriveNow- und car2go-Nutzern 37% ihr Auto gänzlich ab. Ihre Wege seien durch Carsharing und den Öffentlichen Nahverkehr ebenso gut oder besser erreichbar. Eine andere Sichtweise ergibt sich bei der gesamtheitlichen Betrachtung des Autofahrermarktes. Wie CreditPlus in einer Umfrage unter 10.000 Probanden ermittelt hat, erwägt gerade einmal 1% in 10 Jahren ständig auf fremde Autos zurückgreifen zu können. Aus Sein eigenes Auto zu verleihen können sich immerhin mehr Menschen vorstellen. Jeder Fünfte sei hierfür bereit, wie ING DiBa ermittelte. Gegenüber dem tagesspiegel verrät der Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Bank: „Das private Eigentum hat hierzulande einen hohen Stellenwert – insbesondere in Bezug auf das eigene Auto“. Beim Thema Fahrrad sieht die Sache schon anders aus. 36% der Befragten würden demnach ihren Drahtesel gegen eine Gebühr verleihen. Aus der Umfrage geht aber auch hervor, dass es mehr Leiher als Verleiher gibt. Diese Tatsache bestärkt aber den Markt, privates Eigentum an die Frau bzw. den Mann zu bringen. Denn je größer der Anteil der Leute ist, die Interesse an einem Leihgeschäft haben, desto größer wird die Auslastung der Verleiher. Dabei spielt es auch keine Rolle, was vermietet, geteilt oder verliehen wird. Als Beispiel sei hier die erfolgreiche Vermittlung von Privatwohnungen über entsprechende Internetportale angeführt. 45% würden ihre Ferien in privaten Wohnungen verbringen.

CarUnity verbucht 5.000 Mitglieder

Tina Müller ist zufrieden. Schon 5.000 Nutzer haben sich bei der neu geschaffenen Carsharing-Alternative CarUnity powered by Opel registriert. 1.500 Autos können bereits gemietet werden. ,,Mit dem erfolgreichen Start von CarUnity haben wir einen strategisch wichtigen Schritt hin zum Mobilitätsanbieter gemacht. Darauf bauen wir auf und zünden nun die nächste Stufe“, sagt die Opel-Marketingchefin gegenüber unternehmen-heute.de. Seit Ende Juni läuft das Projekt, das zusammen mit tamyca eine technische Basis nutzt. Opels cleverer Schachzug, keine eigene teure Flotte zu unterhalten, könnte sich in der Zukunft bezahlt machen. Denn trotz der Markenzugehörigkeit zum Blitz, müssen nicht zwingend Rüsselsheimer Modelle angeboten werden. Jedes Auto, das technisch in Ordnung ist, kann bei CarUnity zum Verleihen angeboten werden. Ab 2016 werde man auch Ride-Sharing über die App anbieten können. Dabei können Mitfahrer einzelne Fahrten spontan oder geplant buchen und einfach zu CarUnity-Nutzern ins Auto steigen um eine Fahrgemeinschaft zu bilden.

Testfahrt mit dem Carsharing-Hummer

CarUnity bietet allen Autotypen ein Zuhause fürs Carsharing. Im allerweitesten Sinne könnte der Hummer H2 zum gleichen Konzern gehören. Denn das gelbe Ungetüm mit dem so gar nicht ökologischen V8-Motor wird von der General Motors Corporation in den USA gebaut – der Firma, zu der auch Opel gehört. Das HitRadio FFH aus Bad Vilbel nahm den schwarzen Hummer aus dem CarUnity Pool unter die Lupe. 50 Liter Spritverbrauch, über zwei Meter Außenbreite und Einparkversuche wie in der Fahrschule lassen das Ungetüm zum Männertraum werden. Allerdings ist der Spaß nicht ganz billig. Neben dem mordsmäßigen Durst an der Tankstelle, kostet ein Tag Hummer fahren satte 399 Euro. Und dann fällt man auch noch auf wie ein bunter Vogel.

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: BMW

 

 

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