Carsharing-Radar 28|2015: Carsharing wird einfacher als das eigene Auto

+++ Carsharing wird einfacher als das eigene Auto +++ Carsharing in Köln immer beliebter +++ Regional: Stationäres Carsharing in Efringen-Kirchen, Bremen und Griesheim +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Carsharing wird einfacher als das eigene Auto

Zugegeben: das eigene Auto vor der Tür oder in der Garage zu haben, ist schon einfach bequem. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich gegen laufende Fixkosten. Der Grund ist simpel. In den Ballungsräumen wird Carsharing immer populärer. Gerade das Free-Floating Modell trägt mit seiner Flexibilität zur Massenverbreitung bei. Einfach jedes verfügbare Auto reservieren und nach der Fahrt überall dort abstellen, wo es erlaubt ist – keine Einweggebühren, keine Tankkosten, keine Parkgebühren. In Zukunft rechnen die Macher der Carsharing-Dienste damit, dass ihre Idee noch einfacher in der Handhabung wird als ein privates Auto. Mit Apps auf dem Smartphone oder auf den Smartwatches kann jederzeit spontan ein Auto gemietet werden. Wie unter pressebox.de zu lesen ist, nutzen die schlauen Uhren für das Handgelenk statt Handynetz eine nuzterabhängige Bluetooth-Verbindung. Damit können sogar in Tiefgaragen Autos geöffnet werden. Die Apple-Watch ist erst seit April auf dem Markt, hat sich aber allein in den USA knapp drei Millionen Mal verkauft.

Carsharing in Köln immer beliebter

Allein im letzten Jahr stieg die Zahl der Bestandskunden in Köln um satte 20% – 14.700 Menschen nutzen den Anbieter Cambio und die 410 Autos regelmäßig. „Senioren und Studenten werden immer wichtigere Zielgruppen“, so Sprecherin Tanya Bullmann gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Um ständig dem Wandel in der Gesellschaft gerecht zu werden, erhöht Cambio den Anteil der Elektro-Autos in der Flotte. Zusätzlich wird in ein flächendeckendes Ladesäulennetz investiert damit viele Stationen von den Nutzern zu Fuß erreicht werden können. Auch Flinkster Geschäftsführer Daniel Kurth zeigt sich zufrieden. „Wir konnten bei relativ stabiler Fahrzeuganzahl die gebuchten Fahrten in Köln von 20 000 auf nun 25 000 steigern“ – die Kooperation mit car2go zahlt sich offenbar aus. Auch DriveNow hat mit dem cleveren Schachzug, Köln und Düsseldorf zum Geschäftsgebiet Rheinland zusammen zu legen, den richtigen Riecher beweisen. Rund 500 Fahrten registriere DriveNow pro Woche zwischen den Städten, rund 1.000 zum Flughafen Köln/Bonn. Auch das Carsharing von Daimler car2go will die Auslastung der Flotte erhöhen. Wenig bis gar nicht frequentierte Randgebiete wurden gestrichen, bestehende kleine Lücken geschlossen.

Regional: Carsharing Efringen-Kirchen, Bremen und Griesheim

Wenn es etwas gibt, dass der Straßenverkehr in Deutschland nicht gebrauchen kann, dann sind das noch mehr Autos. 2014 war ein Rekordjahr – nie zuvor standen die Autofahrer hierzulande länger im Stau. Als ein Mittel, der Verkehrsflut Herr zu werden, bietet sich Carsharing an. Große und kleine Städte initiieren Start-Ups mit Carsharing-Hintergrund. So z.B. auch in Efringen-Kirchen. Stadtmobil Südbaden stellt als Anbieter ein Auto am P+R Parkplatz zur Verfügung. Laut Badischer Zeitung lohnt sich der Blick auf das Konzept für alle Autofahrer, die weniger als 10.000 Kilometer im Jahr zurücklegen. Der Grund ist simpel: Fixkosten, Wertverlust und Reparaturen entfallen. Kraftstoffkosten sind schon einkalkuliert. Dieses attraktive Modell macht derzeit auch in der Hansestadt Bremen die Runde. Cambio-Carsharing hat den Bedarf an besonders preisgünstigen Kleinstwagen erkannt und die neue Buchungsklasse „XS“ ins Programm genommen. Sechs Toyota Aygo komplettieren die Flotte nach unten – bei Bedarf und guter Auslastung sollen noch mehr Cityflitzer mit Automatikgetriebe hinzukommen. In Griesheim verfolgt man einen ähnlichen Plan, wenn auch in kleineren Dimensionen. Hier stehen den Bürgern und den Mitarbeitern der Stadt künftig zwei Seat Mii gewähr bei Fuß. Im Gesamtkonzept Mobilität spielen die Carsharing-Autos zusammen mit dem optimierten Öffentlichen Nahverkehr und Leihfahrrädern eine tragende Rolle. „Wir freuen uns über das große Kundeninteresse in Griesheim. Die Stadt unterstützt das Carsharing-Konzept im Rahmen der lokalen Klimaschutzaktivitäten“, so Bürgermeisterin Winter. „Ein Baustein nachhaltiger Verkehrspolitik, den wir vor Ort noch bekannter machen wollen“, sagt sie stolz gegenüber dem echo-online.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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Bild: Andreas Kambanis via flickr und DriveNow

 

 

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