Carsharing-Radar 19|2016: Carsharing in Wien ist Erfolgs- aber noch kein Kassenschlager .

+++ Studie: Carsharing in Wien kommt +++ BMW: Carsharing-Autos an Wohneinheiten koppeln  +++ Lokal: Elektrisches Carsharing auf Usedom +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

Carsharing in Wien ist Erfolgsmodell

Wien – 100.000 Menschen nutzen Carsharing in Wien. Das ist ein voller Erfolg, auch wenn keiner der Anbieter lokal betrachtet Gewinne vermelden kann. Wenn dem so wäre, würden car2go und DriveNow es laut kundtun. Doch zurück zur jüngsten Erfolgsmeldung: Die Stadt Wien hat eine Studie in Auftrag gegeben, bei der das Nutzungsverhalten von Carsharing untersucht wurde. „Die Kundenanzahl hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre verzwanzigfacht“, vermeldet Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Ende 2015 waren laut Studie 1.300 Carsharing-Autos unterwegs. Täglich wurden damit im Schnitt rund 7.000 Fahrten unternommen. Jedes Carsharing-Auto wurde also ungefähr fünf Mal am Tag bewegt – ein Privatauto wird in der Regel weniger als zweimal täglich benutzt. Das zeigt das Einsparungspotential von Carsharing hinsichtlich Verkehrsdichte und Umweltschutz. Maria Vassilakou dazu weiter: „Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass Carsharing für viele Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Für die Stadt bringt das viele Vorteile: Weniger PKW, mehr Platz, weniger Emissionen.“ Aus diesem Trend heraus möchte die Stadt das Carsharing weiter fördern. Kurzfristige Maßnahmen wie die Aufhebung der maximalen Standzeit beflügeln Carsharing in Wien genauso wie der geplante Ausbau eines Ladesäulennetzes bis 2018 – in Zukunft steht auch in Wien das Carsharing mit Elektroautos klar im Fokus.

BMW: Carsharing soll stärker integriert werden

München – Damit hatte er wohl selbst nicht gerechnet: Die Aussage von BMW-Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer, Carsharing-Autos als Bestandteil von Wohnungen zu integrieren, fand großen Anklang. Als Reaktion darauf zog sogar die BMW-Aktie um zwei Prozent an. Unabhängig davon, ob sich die Idee jemals realisieren lässt, zeigt BMW mit der Denkweise, wohin die Reise beim Carsharing gehen kann: Ganz klar in Richtung Elektromobilität. Mit DriveNow wurden die ersten Erfahrungen gemacht, jetzt geht es tiefer in die Materie, was die Anleger zu schätzen wissen.

Lokal: Carsharing mit Renault ZOE auf Usedom

Anklam – In Zusammenarbeit mit app2drive hat die Initiative Inselwerk ein Carsharingprojekt ins Leben gerufen. Sechs Renault ZOE stehen können an neun verschiedenen Mietstationen angemietet und wieder abgegeben werden. Hier werden die Elektroautos auch wieder geladen. Auf der insgesamt 66 Kilometer langen Insel sollte die Reichweite von ungefähr 150 Kilometern für etliche Ausflüge genügen. Die Leihkosten betragen fünf Euro pro Stunde oder 39 Euro für einen ganzen Tag – alle Kilometer und Strom inklusive. Geladen wird umweltfreundlich mit nachhaltigem Ökostrom an insgesamt 14 Ladestationen auf der Ferieninsel und dem benachbarten Küstenstreifen.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: Daimler

 

Kommentar verfassen