Carsharing-Radar 18|2016: car2go bringt wie DriveNow Vielfalt in die Flotte

+++ SPEZIAL: car2go könnte bald A- und B-Klasse in die Flotte nehmen +++

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Weil DriveNow so erfolgreich ist: car2go kopiert Flottenpolitik

Car2go hat es nicht leicht. Im Geschäftsbericht von 2015 werden 64 Millionen Euro Verlust offenbart. Zwar hat die Daimler-Tochter in nur 36 Monaten weitere 11 Standorte erschlossen. Die dort getätigten Investitionen fielen bisher aber nicht auf fruchtbaren Boden. Also muss ein anderes Geschäftsmodell her. Gegenüber der automobilwoche sagte car2go-Geschäftsführer Roland Keppler, dass die Flotte um A- und B-Klasse sowie um GLA und CLA erweitert würden. Zunächst sollen 300 Autos nach Berlin kommen. Andere Standorte werden später ebenfalls aufgerüstet. „Wir haben gemerkt, dass sich unsere Kunden auch größere Fahrzeuge als den Smart für ganz unterschiedliche Mobilitäts-Anlässe wünschen“, sagte Keppler. „Die Flotte wird vielfältiger und bunter, dadurch erschließen wir uns neue Kundengruppen.“

Preisgestaltung nah am Wettbewerb

Zahlreiche Kunden hatten sich in der Vergangenheit über die Monotonie in der car2go-Flotte beklagt. Mit dem smartigen Einheitspreis ist nun Schluss. Auch Preise wurden schon genannt. Wie bei DriveNow muss je nach Fahrzeug mit Preisen zwischen 31 und 34 Cent gerechnet werden. Die zweisitzigen Smarts werden auf 29 bis 24 Cent reduziert. Die Neuankömmlinge in der car2go-Flotte bekommen zwar auch die Logo-Beklebung. Die weiß-blaue Farbgebung bleibt aber Smart-exklusiv. Das mit der Mercedes-Benz B-Klasse besetzte stationsbasierte Carsharing car2go Black wird ersatzlos gestrichen. Mit 64 Millionen Euro Verlust allein im Geschäftsjahr 2015 muss car2go endlich handeln. Nur mit offensiver Expansionspolitik kann Carsharing auf Dauer nicht funktionieren. Mit dem Schritt zu einer größeren Modellvielfalt nähert sich car2go dem größten Wettbewerber DriveNow stark an.

 

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Bild: Daimler

 

Ein Kommentar zu “Carsharing-Radar 18|2016: car2go bringt wie DriveNow Vielfalt in die Flotte

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