Carsharing-Radar 16|2016: car2go süß sauer.

+++ car2go rollt Carsharing in China aus +++ Ridelink-Start von Rocket Internet verzögert sich +++ Juno als Konkurrenz für Uber +++

Die aktuellen Carsharing-News kompakt gebündelt

car2go mit neuem Standort in Chongqing/China

Chonqing – Die China-Pläne von car2go sind Realität geworden. Chongqing liegt in Zentralchina und ist mit rund 30 Millionen Einwohnern ein riesiges Zielgruppengebiet und eine der flächenmäßig größten Städte der Welt. Die meisten Menschen in der Stadt haben kein eigenes Auto, wollen aber mobil bleiben. Zunächst startet car2go mit 400 Smarts in einem 60 Quadratkilometer großen Geschäftsgebiet. Die blau-weiße Farbgebung übernimmt car2go auch für China. Allerdings wird die Wortmarke mit dem Zusatz „JiXing“ versehen. Das bedeutet so viel wie „Fahre sofort los.“ – im übertragenen Sinne also der gleiche Claim, wie er auch auf den neuen Smarts in Deutschland zu lesen ist: „Jetzt ein Auto.“ „Carsharing gewinnt als neue Form der individuellen urbanen Mobilität auch in den Metropolen Chinas zunehmend an Bedeutung. An dieser Marktdynamik der neuen Mobilitätsdienste wollen wir ganz bewusst und sehr früh teilhaben“, sagt Roland Keppler, CEO der car2go Gruppe, in einer Pressemeldung.

Start von Carsharing-Plattform Ridelink verschoben

Berlin – Was als Geschäftsmodell für Tamyca (jetzt Opels Carunity) und Drivy scheinbar schon prima funktioniert, bietet nun auch noch für einen dritten Anbieter Platz am Markt. Der Internet-Investor Rocket Internet möchte eine Carsharing-Plattform für private Autos starten. Einen Namen gibt es schon: „Ridelink“ wird das Projekt heißen. Laut Informationen von gründerszene.de wird Ridelink schon in den „nächsten Wochen starten.“ Die Autos der Mitglieder würden dann über die Allianz versichert, mit denen Rocket Internet kooperiert. Da es aber noch offene Fragen bezüglich der Versicherung im Raum stehen, wolle man sich zunächst auf Spanien und Großbritannien konzentrieren. Eine deutschsprachige Internetseite wurde zwar schon aufgesetzt. Bis aber abschließend alle Versicherungsfragen geklärt sind, könne man nicht sagen, ob Ridelink auch nach Deutschland käme.

Juno soll als Uber-Alternative positioniert werden

Uber ist ein Phänomen. Mit milliardenschweren Investoren im Hintergrund hat die Plattform zur Fahrtenvermittlung einen unheimlichen Hype ausgelöst. „I call a Uber“ ist zum Synonym für moderne Taxifahrten geworden – mit modern ist hier gemeint, reguläre Taxifahrer gegen private und professionelle Limousinen-Fahrer auszutauschen. Als Alternative zu Uber möchte Juno verstanden werden. Noch vor dem Sommer soll der Ridesharing-Service in New York City an den Start gehen. Der Mann hinter Juno ist Viber-Erfinder Talmon Marco, der die Messenger-App für gut 900 Millionen Dollar verkauft hatte. Scheinbar stammt aus diesem Kapital das Rückgrat für Juno, dennoch laufen gerade Gespräche über die Akquise weiterer 30 Millionen Dollar Kapital. Pikant an Juno ist, dass Fahrer von Uber und Lyft angeworben werden sollen. Sie müssen eine Bewertungsquote von mindestens 4,7 von 5 Sternen erreicht haben. Um mehr über den Markt zu lernen, können Lyft- und Uberfahrer gegen 25 bis 50 Dollar pro Woche ihre Fahrdaten preisgeben. Sie müssen sich dafür nur die Juno-App installieren, die die Fahrten über die anderen Anbieter ausliest. Obwohl der Markt der Fahrdienste gerade stark konsolidiert wurde, sieht Juno-Gründer Talmon Marco großes Potential für sein Start-Up.

 

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Bild: Daimler

 

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