Carsharing-Radar 15|2016: Mit Linde, Hyundai und Wasserstoff in München umweltfreundlich Stoff geben.

+++ Carsharing mit Wasserstoffautos in München +++ Fraunhofer Institut: Carsharing als Türöffner für Elektromobilität +++

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Wasserstoffautos im Carsharing-Feldversuch

München – Nachhaltig produziert könnte Wasserstoff einer der Energieträger der Zukunft sein. Mit Hyundai und Toyota gibt es allerdings nur zwei Autohersteller, die Wasserstoffantriebe in Serie produzieren. Jetzt kommt Linde als weiterer Player ins Spiel. 50 Exemplare des Hyundai ix35 H bringt der Gaskonzern Linde jetzt ins innere Münchener Stadtgebiet. Hier soll in einem Feldversuch herausgefunden werden, wie sich die Wasserstoffautos in der Praxis bewähren. 22 Millionen Euro Fördergelder wurden einem Bericht der Süddeutschen Zeitung nach dafür beantragt und genehmigt. Ähnlich wie bei DriveNow oder car2go sollen die Mittelklasse-SUV mit dem innovativen Antrieb per App gebucht werden können. Noch hat das geringe Vorkommen von Wasserstofffahrzeugen (weniger als 100 Autos in München) vor allem eine Ursache: Es gibt zu wenige Tankstellen. Linde möchte hier nachholen. Um die Betankung der Carsharing-Wasserstoffautos brauchen sich die Kunden keine Sorgen machen. Mitarbeiter von Linde füllen leere Tanks wieder auf.

Carsharing könnte Elektromobilität voranbringen

Einer neuen Studie des Fraunhofer Instituts zufolge könnte der breite Einsatz von Elektroautos in Carsharingflotten die Akzeptanz der Elektromobilität insgesamt stärken. Zwar sei das Ziel von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 von Verkehrsminister Dobrindt und Kanzlerin Merkel einem Bericht des Portals unternehmen-heute.de noch nicht aus den Augen verloren worden. Realistisch erreichbar ist es aber mit der aktuellen Entwicklung nicht. Ein Ansatz könnte neben weiteren Vergünstigungen wie Benutzung von Busspuren oder kostenfreiem Parken auch der breite Einsatz von E-Autos in Carsharingflotten sein. Knapp 1.000 Probanden nahmen an einer Umfrage des Fraunhofer Institut teil. Demnach nutzten vorwiegend Männer bis zu einem Alter von 39 Jahren Elektro-Carsharingautos. Sie lebten in Single-Haushalten oder kleinen Familien, sind hoch gebildet und haben aus Überzeugung kein eigenes Auto. Diese Zielgruppe ist besonders empfänglich für die Vorteile der Elektromobilität. Ihnen sei die Anzahl der verfügbaren Elektroautos sogar noch zu klein. Zudem bemängelten sie die als zu hoch empfundenen Kosten und der kleine Aktionsradius der Autos. Doch diese Punkte führen nicht zu einer Abwertung der Elektroautos. Wer einmal die Vorzüge eines Elektroautos erfahren hat, dem werden konventionell angetriebene Autos geradezu rückständig erscheinen.

 

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Bild: Linde

 

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