Carsharing-Radar 16|2015: Carsharing keine Alternative?

+++ Zeitschrift „kfz-Betrieb“ sieht Carsharing nicht als relevant an +++ Weil am Rhein: Carsharing wird erweitert +++ Ubeeqo von Europcar soll für Bewegung im Geschäftswagen-Carsharing sorgen +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Carsharing doch nicht relevant – oder?

Was für ein Hin und Her – Jede Woche kommen neue Meldungen über alle Nachrichtenkanäle, dass Carsharing ein Trend unserer Zeit ist. Doch immer wieder werden Stimmen laut, die Carsharing als nicht relevant bezeichnen. Die Sachlage hat aber immer einen Haken: die Perspektive. Denn wer den gesamten Fahrzeugmarkt in Deutschland betrachtet, wird schnell merken, dass Carsharing-Autos sowohl von der absoluten Flottenzahl als auch von den jeweils zurückgelegten Kilometern den privaten und geschäftlich zugelassenen Autos unterlegen sind. Laut „Trend-Tacho“ der Zeitschrift kfz-Betrieb seien nur 4% der Befragten regelmäßige Carsharingnutzer, lediglich 2% können sich Carsharing als Alternative zum eigenen Auto vorstellen – klingt wenig, wiegt aber viel. Denn 2% des gesamten Fahrzeugmarktes würden laut KBA in Deutschland immerhin 1,06 Millionen Autos ergeben. Carsharing à la DriveNow oder car2go hat also Perspektive – auch mit den zunächst schwarzmalerisch interpretierten Zahlen der Sachverständigenorganisation KÜS.

Weil am Rhein: Carsharing wird erweitert

In Weil am Rhein wird das erfolgreiche Carsharingmodell erweitert. Um einen erweiterten Kundenkreis für „my-e-car.de“ zu begeistern, prüft die Stadtmobil Südbaden AG weitere Standorte für die Positionierung der Renault ZOE. Wie die Badische Zeitung berichtet, soll wenigstens ein Auto im Laufe des Frühjahrs bereit stehen, ein weiteres kommt später. An der Ladesäulen-Infrastruktur wird weiter gearbeitet. Mit der Versorgung von elektrischem Strom für schnelle Akkuladungen steht und fällt das elektrische Carsharing in Weil am Rhein.

Ubeeqo von Europcar sorgt für Bewegung

Die Autovermietung Europcar erweitert sein Angebot um einen Carsharingdienst, der speziell auf die Bedürfnisse von Geschäftskunden zugeschnitten ist. Ubeeqo nennt sich dieser Dienst und soll nun von Frankreich aus in ganz Europa Fuß fassen. Erst einmal wird in Deutschland und auf der britischen Insel gestartet bevor auch alle anderen europäischen Länder vom neuen Service profitieren können, berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Das Konzept von Ubeeqo sieht vor, dass Mitarbeiter per App Mietwagen aus dem zentralen Pool der Firma bestellen können. Statt eines eigenen Leasing-Wagens teilt man sich also bei Bedarf ein Auto mit anderen Mitarbeitern – die Shareeconomy hält Einzug in die Unternehmen. Bei Europcar ist man zuversichtlich, mit Ubeeqo bald in wirtschaftlich erfolgreiches Fahrwasser zu gelangen.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: DriveNow

 

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