Carsharing-Radar 13|2015: Harter Wettbewerb

+++ Immer mehr Carsharing Anbieter drängen in den Markt +++ car2go: Pläne für eine WindowsPhone App? +++ Dresden fährt auf Carsharing ab +++ Essen blockiert stationäres Carsharing +++ Mit Zipcar immer das passende Auto zur Hand +++ In Wil ökologisch mit dem E-Bike unterwegs +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Harter Wettbewerb fördert Carsharing

Der Carsharing Trend wird auch 2015 für neue Rekordzahlen sorgen. Immer mehr Hersteller, private und öffentliche Anbieter entdecken dieses lukrative und zukunftsfähige Geschäftsfeld für sich. Rund 1 Million Kunden nutzen das flexible Angebot, jederzeit auf ein Auto zurückgreifen zu können, ohne eines besitzen zu müssen. Stationsunabhängige Amnbieter wie car2go und DriveNow vereinen gut 2/3 aller Kunden auf sich, Spotcar von Opel oder Citeecar eifern diesen Vorbildern nach. In großen Städten wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf und Köln funktioniert dieses System besten. In kleineren Orten können die Carsharing-Kunden etwas weiter vorausplanen. Hier hat sich oft das stationsbasierte Carsharing etabliert. Die magische Zahl von einer Million Mitgliedern kommt auch deshalb zusammen, weil sich viele Nutzer bei mehreren Anbietern gleichzeitig angemeldet haben – und entsprechend mitgezählt werden. Über kurz oder lang wird es einen Konsolidierungsprozess im Carsharing geben. Kleinere Anbieter könnten in größere übergehen. Bei Daimler oder BMW hat man jedoch kein Interesse, dass ihre jeweiligen Nutzer markenfremde Autos fahren. Die Entwicklung bleibt also spannend.

car2go: Pläne für WindowsPhone App?

Nach anfänglich harscher Kritik an der Umstellung von car2go auf „Smartphone only“ Mieten bei neuen Smarts in Wien und Hamburg hat sich die Aufregung nun gelegt. Dennoch bleibt die Welle der Empörung auf einigen Social Media Kanälen nicht ungehört. Laut einem Bericht des Onlineportals DerStandard.at gibt es Überlegungen für eine WindowsPhone App. Spätestens im Sommer, wenn das Gros der ca2go-Smart nur noch per Smartphone angemietet werden können, sollte eine App im Kacheldesign nicht mehr fehlen.

Dresden fährt auf Carsharing ab

6.500 Menschen sind in Dresden für den Carsharing-Anbieter teilAuto registriert. Allein im letzten Jahr sei der Kundenstamm um 20% gewachsen. Man liege damit sogar über dem Bundesdurchschnitt, verkündet Geschäftsführer Patrick Schöne stolz im Dresdner Fernsehen. Doch auf den Lorbeeren möchte teilAuto sich nicht ausruhen. Es wird daran gearbeitet, die Autos noch in diesem Jahr mittels Smartphone öffnen zu können. „Bisher wurden unsere Autos mit der Kundenkarte entriegelt, die man vor ein Lesefeld am Fahrzeug hält. Ab April ist über unsere App auch eine Öffnung mit dem Handy möglich“, so Patrick Schöne weiter.

Essen blockiert stationäres Carsharing

Die Stadt Essen im Ruhrgebiet arbeitet scheinbar an einem Carsharing Konzept mit stationsungebundenen Fahrzeugen. Wie derwesten.de in einem Bericht schreibt, wurde ein Antrag für 36 weitere Stellplätze des Anbieters stadtmobil durch den Stadtrat abgelehnt. „Wir wollen ein anderes Modell“, formulierte der Ausschussvorsitzende Thomas Rotter (SPD). Carsharing soll also auch in Essen stationsunabhängig werden – ganz wie bei den großen Vorbildern DriveNow oder car2go.

Mit Zipcar immer das richtige Auto zur Hand

Die Wienerlinien haben im Augenblick ein „Leckerli“ für Jahreskarteninhaber. Für 29€ Jahresgebühr bekommen Abokunden 40€ Fahrtguthaben für Zipcar auf ihre Mitgliedskarte geladen. Über die Zipcar App oder die entsprechende Interentseite können die Autos dann minutengenau reserviert und zur Weiterfahrt in Wien genutzt werden. Vorteil hier: Es stehen sechs unterschiedliche PKW-Typen bereit – vom Kleinstwagen bis zum Möbeltransporter ist alles dabei und macht Zipcar Nutzer sehr flexibel.

In Wil ökologisch mit dem E-Bike unterwegs

Nicht nur Carsharing macht Großstädter im Frühling flügge – auch Bikesharing bekommt mit steigenden Temperaturen immer mehr Reiz. Mit einem E-Bike kommt man nicht nur Emissions- sondern auch schweißfrei am Zielort an. Zweifelsohne macht der Elektromotor an der Fahrradkette das Trampeln wesentlich leichter und senkt damit die Hemmschwelle, an schönen Tagen aufs Fahrrad umzusteigen. Wer in Wil für zwei Wochen auf sein Auto verzichtet, bekommt kostenfrei ein E-Bike gestellt. Die Aktion „Bike4cars“ bleibt aber nicht nur in der Energiestadt Wil. Die Schirmherren wollen in 28 europäischen Städten die gleiche Aktion auf die Räder stellen. Wer Genaueres erfahren möchte, kann sich im Fahrradhandel „Speed Store“ informieren und bei Interesse auch gleich vor Ort anmelden.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: DriveNow

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