Carsharing-Radar 10|2016: Carsharing unter Geschäftsleuten

 

+++ Mehrheit der Geschäftsreisenden kann sich Nutzung von Carsharing vorstellen +++ Warum verlangsamte Nachfrage nach Carsharing? +++ Regional: Carsharing mit Elektroauto in Eggenfelden +++

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Carsharing unter Geschäftsleuten

Es klingt einfach praktisch: Wer zu einem Geschäftstermin muss, fliegt innerhalb Deutschlands oft mit dem Flugzeug zwischen verschiedenen Metropolen hin und her. Da kann es von Vorteil sein, vor Ort immer ein Auto zur Verfügung zu haben. Klar, bei längeren Aufenthalten wird ein Mietwagen gebucht. Ist man aber nur für einen Termin vor Ort, kann ein Carsharing-Auto flexibler und günstiger sein als der klassische Mietwagen. In einer Studie des DRV (Deutscher Reiseverband) gab eine Zweidrittelmehrheit an, bereits Carsharing für Geschäftstermine genutzt zu haben. Laut einem Bericht des Portals auto.de nutzen 45% Carsharing „manchmal“, 14% der Befragten gaben an, regelmäßig auf Carsharingautos zurück zu greifen. „Bei der Wahl des Verkehrsmittels geht es um Preis, Schnelligkeit und Flexibilität. Geschäftsreisende haben keine Scheu und sind offen für Alternativen“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV.

Ursache für verlangsamte Nachfrage nach Carsharing

Die Wachstumsraten waren irrsinnig – teilweise legten die Carsharingunternehmen Zahlen von Neuanmeldungen vor, die weit in den zweistelligen Bereich gingen. Dass dies nicht ewig so weitergehen konnte, war abzusehen. Die Erreichbarkeit der aktuellen Standorte vieler Carsharing-Unternehmen und die weniger dichte Besiedlung abseits der bereits erschlossenen Standorte führte 2015 erstmals zu einer Verlangsamung des Wachstums. Zudem seien einem Bericht der Onlineausgabe der Sächsischen Zeitung nach wie vor viele Hindernisse im Weg. Haftungsfragen seien oft ungeklärt bzw. ein zu hohes Hindernis und der Anteil der Elektroautos könnte höher sein. Zudem würden Privilegien beim Parken dem Carsharing-Auto innerstädtisch Vorteile gegenüber dem üblichen Verkehr einräumen.

Regional: E-Carsharing in Eggenfelden

In Simbach und Pfarrkirchen ist es bereits beschlossene Sache, jetzt zieht auch Eggenfelden in Niederbayern nach. Ein Elekroauto samt Ladestation soll den Bürgern zum Teilen zur Verfügung gestellt werden. Entsprechende Pläne liegen der Stadtverwaltung bereits vor. „Damit wollen wir das Thema E-Mobilität stärker ins Bewusstsein rücken“, sagte Bürgermeister Wolfgang Grubwinkler gegenüber dem Rottaler Anzeiger. Ein Renault ZOE soll es werden, der vom etablierten Carsharing-Unternehmen E-Wald, der Sparkasse und der Südostbayernbahn in einer gemeinsamen Initiative unterhalten wird. Vorwiegend sollen Mitarbeiter der Stadt und der Sparkasse auf das Auto zugreifen können. In den freien Zeiten steht es dann allen Interessierten zur Verfügung.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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Bild: DB

 

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