Carsharing-Radar 10|2015: Renault ZOE beliebt

+++ Bad Bellingen: Umweltfreundliches Carsharing +++ Blockkraftwerk und E-Carsharing in Rheinfelden unter einem Dach +++ Cambio mit fünfjährigem Jubiläum in Wuppertal +++ Toyota iRoad in Tokio als Carsharingauto unterwegs +++ Zirl: hier fährt auch der Bürgermeister auf Carsharing ab +++

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Bad Bellingen: Umweltfreundliches Carsharing

Der Renault ZOE fährt lokal emissionsfrei und verbindet Fahrspaß mit grünem Gewissen. Besser kann ein Carsharing-Anbieter seine Kunden kaum an die Vorzüge der Elektromobilität heranführen. In Bad Bellingen möchte der Gemeinderat ein Carsharingmodell einführen, das zunächst als Versuch über einen Zeitraum von vier Jahren auf Rentabilität geprüft werden soll. Die Gemeinde rechnet mit einer Beteiligung am Auto von ca. 7.500 Euro im Jahr. Für den anderen Anteil werden aktuell Partner gesucht, die feste Stundenkontingente kaufen. Das würde die Kosten der Gemeinde senken. Für Privatnutzer kostet die erst Stunde drei Euro, jede weitere 2,40 Euro. Nach jeder Fahrt soll der ZOE an die Steckdose um jedem Nutzer die vollen 140 Kilometer Reichweite zu ermöglichen. Wer sich über das Angebot informieren möchte, kann sich auf der Internetseite www.my-e-car.de genauer umsehen.

Blockkraftwerk und Carsharing unter einem Dach

Was haben ein Blockkraft-Heizwerk und Elektromobilität gemeinsam? Beide sorgen mit hohen Wirkungsgraden und innovativer Technologie für eine saubere Zukunft. In einem Pilotprojekt in der Müssmattstraße in Rheinfelden wird aktuell ermittelt, wie sich modulares Wohnen im Seniorenheim, Carsharing und umweltfreundliches Heizen miteinander kombinieren lässt, berichtet der Südkurier. Den Bewohnern und Mitarbeitern der 75 Seniorenwohnungen steht ein Renault ZOE zur Verfügung. In einem Radius von 200 Metern rund um den Parkplatz des Autos können auch private Nutzer auf das Elektromobil zurückgreifen. Auch hier steht der Anbieter m-e-car.de für das Angebot gerade. Die Kosten betragen parallel zum Angebot in Bad Bellingen 3 Euro für die erste Stunde und 15 Cent je gefahrenen Kilometer.

Cambio mit fünfjährigem Jubiläum in Wuppertal

Wuppertal – nicht mit Pauken und Trompeten sondern ganz bescheiden und besonnen feiert der Carsharing-Dienst Cambio in der Industriestadt an der Wupper sein fünfjähriges Jubiläum. Nicht weniger als 34 Autos an 17 Stationen stehen den Wuppertalern mittlerweile zur Verfügung. Rund 1.260 Kunden nutzen die Möglichkeit des Autoteilens regelmäßig, schreibt das Onlineportal newstix.de. Fünf Jahre Treue – Grund genug, die Kunden dafür mit attraktiven Raten zu belohnen. Als Inhaber einer Abo-Karte des Nahverkehrsanbieter WSW kostet die Registrierung 15 statt 30 Euro. Bis Ende Mai gibt aus auf die ersten 3 Fahrten zusätzlich 30% Rabatt.

Toyota iRoad in Tokio

Nach erfolgreicher Pilotphase in Europa, genauer gesagt in der französischen Stadt Grenoble, bringt Toyota den iRoad nun zurück in seine Heimat. Das elektrische Carsharing Projekt „HA:MO“ wird ab Anfang April die Hauptstadt Japans etwas sauberer und um eine Attraktion reicher machen. Laut einem Bericht von grueneautos.com ist der Toyota iRoad ist wie geschaffen für den Großstadtdschungel wie er in Tokio vorherrscht. Nicht einmal 90 Zentimeter ist er breit und bietet dennoch Platz für zwei Personen, die wie im Renault Twizzy hintereinander sitzen. Die rein elektrischen Dreiräder können an fünf verschieden Punkten in der Stadt ausgeliehen werden und dürfen beliebig zwischen den Stationen hin und her getauscht werden.

Zirl: Hier fährt auch der Bürgermeister auf Carsharing ab

Zirl in Österreich. Hier fährt sogar der Bürgermeister auf Carsharing ab. Nach nur einem halben Jahr zieht Josef Kreiser schon ein positives Fazit unter den ersten Versuch, Carsharing im Tiroler Land zu etablieren. Laut Auskunft in der Tiroler Tageszeitung würde das Auto, ein Renault Megane Kombi, für ca. vier Fahrten in der Woche genutzt. 2000 Kilometer habe es so bereits zurückgelegt. Genutzt werde es vor allem für spontane Freizeitakivitäten, zum Einkaufen oder Familienbesuche. Um das Modell Carsharing noch beliebter zu machen, wird der Preis von acht auf sechs Euro in der Stunde gesenkt. Reserviert werden kann es entweder über eine Internetseite oder am Telefon über das Bürgerbüro. Sollte das Angebo weiterhin so gut angenommen werden, denke man über die Anschaffung eines zweites Autos nach. Ein E-Auto wäre der „nächste (öko-)logische Schritt“, so Bürgermeister Kreiser gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

 

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

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