Carsharing-Radar 05|2015: u.a. mit E-Mobility

+++ Carsharing in Besigheim mit Elektroauto? +++ Förderung von E-Mobility in Bruchsal +++ Hamburger Behörden setzen auf Carsharing statt Dienstwagen +++ Mobil in Schwerte mit Carsharing +++ Benzinpreis: erster Carsharingdienst passt Preise nach unten an

Die aktuellen Carsharing-News aus dem In- und Ausland im Detail

Carsharing in Besigheim mit E-Auto?

Elektromobilität ist die Zukunft – so sieht es jedenfalls die lokale Agenda in Besigheim, Baden-Württemberg. Mit rund 12.00 Einwohnern ist die Stadt nicht eben prädestiniert für ein Carsharing-Projekt, gehen die großen Anbieter aufgrund der wirtschaftlichen Machbarkeit tendenziell eher in die großen Metropolen. Einem Bericht der Bietigheimer Zeitung nach möchte Heinrich Blasenbrei-Wurtz vom Arbeitskreis „Mobilität, Energie, Klima“ den Carsharingdienst Stadtmobil  aus Stuttgart in die kleine Stadt holen. Vom Kleinstwagen bis zum Transporter würden dann die Szenarien abgedeckt, für die in dünn besiedelten Gebieten eine klassische Zweitwagen-Nutzung darstellen. Die Besigheimer könnten so die Kosten für ein zweites Auto, das nicht regelmäßig genutzt wird, einsparen.

Bruchsal möchte E-Mobilität fördern

Rückenwind aus Brüssel: Die EU fördert in Bruchsal den Aufbau eines Elektroauto-Netzes mit insgesamt 1,1 Millionen Euro. „zeozweifrei unterwegs“ nennt sich das ehrgeizige Projekt, das zum Ziel die Anschaffung von Elektroautos zum Carsharing und den Aufbau eines Ladesäulennetzes hat. Letztere dürfen von allen kompatiblen Elektroautos auch aus geschäftlicher und privater Hand genutzt werden. Das SWR Fernsehen schreibt auf seiner Internetseite, dass bis 2018 insgesamt 41 „E-Carsharing Stationen“ entstehen sollen. Seit ungefähr einem Jahr laufen die Vorbereitungen dafür in einer Pilotphase in Sulzfeld und Zaisenhausen.

Hamburger Behörden: Carsharing statt Dienstwagen

Ein mutiger Schritt: Drei Dienstwagen der Hamburger Behörden werden abgeschaftt. Als Ersatz sollen Autos von Cambio Arbeitsfahrten abdecken und für eine klare Kostenaufstellung sorgen. Zunächst ist dieser Schritt lediglich ein Pilotprojekt um die Auswirkungen für Mitarbeiter und Flottenbudgets zu verifizieren. Statt der drei Dienstfahrzeuge stehen an der Behörde Wirtschaft, Verkehr und Innovation nun ein Ford Fiesta ECOnetic und ein VW Caddy bereit. Außerhalb der Dienstzeiten sollen die Auto auch allen anderen Cambio-Kunden gefahren werden können. Zusätzlich zur möglichen Nutzung des stationären Carsharing sind die Mitarbeiter der Behörde außerdem angehalten, vermehrt auf den öffentlichen Nahverkehr zurückzugreifen. (Pressemeldung Cambio)

Mobil in Schwerte mit Carsharing

Ford Carsharing macht ernst. Statt wie BMW oder Daimler mit DriveNow bzw. car2go als Freefloating Anbieter in die großen Städte zu gehen, setzt man auf die Strahlkraft in Vororten und kleineren Städten. An über 1.000 Standorten werden künftig in Deutschland Ford Carsharing Autos stationiert – die Bereitstellung übernehmen dabei die örtlichen Ford-Autohäuser. In Schwerte werden dazu am Rathaus und auf dem Gelände von Ford-Pflug Stellplätze eingerichtet, auf denen per App oder über www.ford-carsharing.de Autos reserviert werden können. „Carsharing ist eine zeitgemäße Alternative zum klassischen Autokauf, da hier potentielle Kunden angesprochen werden, die kein eigenes Fahrzeug besitzen, aber nicht auf den kurzfristigen Einsatz eines Fahrzeuges verzichten möchten“, sagt Bürgermeister Heinrich Böckelühr gegenüber presseportal-nrw.de

Günstiges Benzin: erster Carsharinganbieter passt Preise an

Benzin ist so günstig wie lange nicht mehr. Teilweise fiel der Preis für einen Liter Diesel schon unter die magische Grenze von einem Euro. Einhergehend damit passt der erste Carsharing-Dienst in der Schweiz seine Preise leicht nach unten an. Dass die Preissenkung mit nur zwei (bis 100 Kilometer Fahrtstrecke) bzw. einem Rappen (ab 101 Kilometer Fahrtstrecke) verhältnismäßig gering ausfällt, liegt an der vielschichtigen Preisstruktur der Carsharing-Anbieter. Der Benzinpreis ist dabei zwar ein erheblicher Kostenfaktor aber nicht der allein ausschlaggebende. Gegenüber blick.ch äußert sich mobility Sprecher Patrick Eigenmann deutlich: „Wir haben immer gesagt, dass wir den Preis anpassen, wenn der Preis für längere Zeit unter eine gewisse Stufe fällt.“ Gesagt- getan.

Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Carsharing-Projekten aus der ganzen Welt. Nicht nur Firmen und Start-ups mit dem Schwerpunkt Mobilität, auch Städte, Gemeinden und Privatpersonen stellen Fahrzeuge zum Teilen bereit. Mit dem Carsharing-Radar berichten wir regelmäßig über aktuelle Meldungen der Carsharing-Dienste und die neuen Projekte im In- und Ausland.

Euch ist ein neuer Carsharing-Anbieter aufgefallen, über den wir noch nicht berichtet haben oder ihr seid selbst Gründer eines Carsharing-Angebots? Mailt uns einfach eure News und Informationen an carsharingradar@mietwagen-news.de. Wir nehmen eure Meldungen gerne in unser Carsharing-Radar mit auf.

Bild: Daimler

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