Carsharing-Radar 01|2016: Carzapp muss Insolvenzantrag stellen

+++ carzapp muss Insolvenzantrag stellen +++ Köln: 490.000 elektrische Kilometer +++ E-Carsharing in Mank gestartet +++

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carzapp muss Insolvenzantrag stellen

Bisher an uns vorbei gegangen, kam die Meldung doch etwas überraschend: Das Berliner Start-up „carzapp“ muss beim Amtsgericht Charlottenburg bereits kurz vor Weihnachten letzten Jahres den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, wie auf gruenderszene.de zu lesen ist. Die Internetseite ist noch online, scheinbar soll der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt werden um eventuelle Käufer nicht abzuschrecken. carzapp hatte sich zur Aufgabe gemacht, ein herstellerunabhängiges Schlüsselsystem für Carsharing-Anbieter zu entwickeln. Zu den Kunden von carzapp gehörten nach eigenen Angaben z.B. Starcar oder die Telekom.

Köln: 490.000 elektrische Kilometer

Rein elektrisch fahren – wer es einmal erlebt, kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Es macht Spaß, kraftvoll und flüsterleise durch die Stadt zu pendeln – und dabei lokal völlig ohne Schadstoffemissionen auszukommen. In Köln zieht das Experiment „colognE-mobil“ ein positives Fazit aus den ersten Modellversuchen. 56 Ford Elektroautos und Plugin-Hybride schafften eine rein elektrische Laufleistung von knapp 500.000 Kilometern. Insgesamt wurden weitere 225.000 Kilometer im Hybrid-Modus zurückgelegt. 22 Ford Focus Electric, 10 elektrische Ford Tourneo Connect und zwei weitere Ford Transit mit Elektromotor bildeten den Großteil der Kilometerleistung des Feldversuches ab. „Das Kölner Projekt hat in der realen Welt den Beweis dafür geliefert, dass Elektrofahrzeuge hervorragend zum urbanen Verkehr einer Großstadt wie Köln passen“, sagtJörg Beyer, Geschäftsführer Produktentwicklung der Ford-Werke GmbH. Das Projekt wurde mit 7,5 Millionen Euro von der Bundesregierung gefördert. Eine schöne Entwicklung war beim Umgang mit der Elektromobilität zu bemerken: Während anfangs noch kurze Strecken bis zum nächsten Laden gefahren wurden, näherten sich die Fahrer mit zunehmender Erfahrung der realistischen Reichweite der Elektroautos an.

E-Carsharing im österreichischen Mank gestartet

Für stationäre Carsharing-Projekte sind Elektroautos die ideale Wahl: Geringe Kraftstoff- und Wartungskosten, mögliche öffentliche Förderungen sowie Faszination für die neue Technik bündeln ein schlüssiges Paket. Zudem passt das Nutzerverhalten: Nach kurzen Mieten reichen die etwas längeren Standzeiten aus, den Akku an der stationseigenen Ladesäule wieder zu füllen. Im österreichischen Mank startet nun ein Carsharing-Projekt mit einem Renault ZOE in der Hauptrolle. Der Bürgermeister von Mank, Martin Leonhardsberger sagt gegenüber dem portal noen.at: „Mank unterstreicht damit seine Bemühungen im Klimaschutz mit dem ersten Carsharing-Projekt im Mostviertel“

Logo: carzapp

 

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