Carsharing erfüllt Mobilitäts-Bedürfnisse

[Berlin im April 2015] Carsharing steht in letzter Zeit häufig in der Kritik. Mit Studien und Umfragen werden Fakten geschaffen, den dem Modell Carsharing die Berechtigung in Frage stellen. Ist das berechtigt? Die zwei Seiten der Medaille irritieren die Nutzer.

Kürzlich luden DriveNow und car2go zu einem gemeinsamen Frühstück, bei der die beiden größten deutschen Free-Floating Anbieter die Ergebnisse einer eigens initiierten Umfrage präsentierten. Nachdem in letzter Zeit vermehrt kritische Stimmen laut werden, die Carsharing nicht als zukunftsfähig und gar umweltschädlich darstellen, sah man sich bei DriveNow zu einer erneuten Stellungnahme gezwungen.

Kritik am FreeFloating schlicht falsch

Nico Gabriel, Geschäftsführer von DriveNow, äußert sich besorgt über die einseitige und falschen Erhebungen aus Untersuchungen über das Verhalten von Carsharing Nutzern: „Unsere Autos werden [d.Red.] mehrfach am Tag angemietet und sind dabei etwa drei bis fünf Stunden ausgelastet. Dadurch beanspruchen sie den knappen städtischen Parkraum wesentlich kürzer als Privatautos, die im Schnitt mindestens 23 Stunden täglich stehen. Jüngste Untersuchungsergebnisse, die den Free Floating Unternehmen eine geringe Fahrzeugauslastung von nur rund einer Stunde pro Tag und Fahrzeug unterstellen, sind offenkundig falsch.“ Gabriel ergänzt weiter, dass Carsharing und die öffentlichen Verkehrsmittel nicht in Konkurrenz zueinander stünden.

Carsharing als fester Bestandteil des Mobilitätsmixes

Überall dort, wo es FreeFloating Angebote im städtischen Verkehrsmix gibt, dienen sie als Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr. Als zusätzliche Möglichkeit, urbane Strecken zurückzulegen, macht Carsharing den Unterhalt eines eigenen PKW in einer Großstadt noch uninteressanter. Fixkosten werden minimiert und durch bedarfsgerechte Kosten ohne Schönrechnung ersetzt. So kann jeder Stadtbewohner selbst entscheiden, ob eine Carsharing-Miete gerade Sinn macht oder lieber Bus und Bahn gefahren wird. Gerade jetzt bei wärmer werdenden Temperaturen kann außerdem noch auf das Fahrrad ausgewichen werden – alles Faktoren, die den Stadtverkehr entlasten. Und ja: Carsharing spielt in diesen Gedankengängen eine tragende Rolle.

Bild: DriveNow

Ein Kommentar zu “Carsharing erfüllt Mobilitäts-Bedürfnisse

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