Brennende Smarts: car2go Hamburg reagiert

Seit Tagen sind einige Hamburger Stadtteile zum Gefahrengebiet erklärt. Opfer der Ausschreitungen waren wiederholt auch die Fahrzeuge von car2go, mehrere Smarts wurden nachts in Brand gesteckt und demoliert. Jetzt reagiert der Carsharing-Dienst und erklärt Teile von Altona vorerst zum Sperrgebiet.

„In den letzten Tagen kam es mehrfach zu gewalttätigen Protesten in den zentralen Stadtteilen. Dabei erfolgten mutwillige Beschädigungen auch unserer Fahrzeuge. Wir sehen uns deshalb zu der Geschäftsgebietssperrung gezwungen.“ – mit diesen Worten reagiert car2go Hamburg auf die Ereignisse der letzten Tage.

Das Carsharing-Projekt von Daimler und dem Hamburger Autovermieter Europcar leidet unter den anhaltenden Protesten und Demonstrationen in Hamburg, immer wieder werden die weiß-blauen Smarts in Brand gesteckt. Jetzt gab car2go ein vorläufiges Sperrgebiet im Stadtteil Altona bekannt, die Nutzer reagieren empört.

Bis auf Widerruf kein car2go in Altona

Grund für den Aufschrei der Nutzer: Die von car2go gesperrten Straßen liegen nicht im derzeitigen Gefahrengebiet, sie wittern politische Gründe. Doch das Team des Daimler-Carsharings bleibt hart. Südlich der Stresemannstraße im Stadtteil Altona herrscht ab sofort car2go-Sperrgebiet. Betroffen sind die Straßen rund um die Max-Brauer-Straße, von der Julius-Leber-Straße bzw. Billrothstraße bis zur Stresemannstraße und von der Harkortstraße bis zur Scheplerstraße und Wohlers Allee.

Schon mehrfach hatte man es im Gebiet um die Holstenstraße auf die Smarts von car2go abgesehen, zuletzt im Juli. Diesmal reagiert der Carsharer nach diversen Autobränden und zieht seine Fahrzeuge aus dem betroffenen Gebiet ab. Bis auf Widerruf können Nutzer von car2go innerhalb des Sperrgebiets keine Fahrzeuge mehr anmieten oder abgeben.

Bild: car2go

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