Car2go schnürt Minutenpakete

[Stuttgart im November 2014] Beim Handyvertrag sind Flatrates Gang und Gäbe. Wir telefonieren einfach und machen uns keine Gedanken um die Abrechnung. Ganz so einfach ist es bei den neuen Minutenpakten zwar nicht – aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Nichts nervt beim Carsharing mehr als die minutengenaue Abrechnung. Hier hört man regelrecht die Minuten herunterticken, wenn man mal wieder im Stau festhängt. Linderung der Frustration versprechen die neuen Minutenpakete von car2go. Viele DriveNow-Nutzer werden sagen: „Das ist doch ein aller Hut und bei uns geht das schon lange!“ Aber wer Karten beider Anbieter in der Geldbörse stecken hat, weiß das Plus an Planungssicherheit zu schätzen. Nägel mit Köpfen macht car2go jetzt also nicht nur beim Expandieren in neue Städte sondern auch beim Serviceangebot.

Für preissensible Kunden und kühle Rechner

Carsharing-Autos sind vollständig vernetzt. So auch die Smarts von car2go. Die kleinen Cityflitzer haben ein GPS-System zur Ortung und sozusagen einen „Mobiltelefonanschluss“. Warum dieser kleine Exkurs? Dank der Daten, die bei der Nutzung von car2go anfallen, kann jeder Nutzer genau nachvollziehen welche Kosten seine Fahrten verursachen. Wer car2go nur 1 oder 2 Mal im Monat nutzt, fährt mit den Standard-Tarifen günstiger. Wer allerdings mehr als 30 Euro im Monat verfährt,  sollte sich die Abos von car2go einmal näher ansehen. So kann für weniger Geld länger gefahren werden.

Ab 29 Euro im Monat eine „Carsharing-Flat“ buchen

Wie beim Mobilfunkvertrag lassen sich bei car2go monatlich kündbare Pakete zur Mitgliedschaft hinzu buchen. "car2go 120" dürfte für einen Großteil der Nutzer ausreichend dimensioniert sein. Hier sind für 29 Euro im Monat 120 Fahrminuten inklusive. Für Vielnutzer bietet sich die Möglichkeit, auf "car2go 300" zu erhöhen. Wie der Name suggeriert, können hier 300 Minuten verfahren werden. Dieses Paket kann für 69 Euro gebucht werden. Ähnlich wie die Pakete von DriveNow können sie auch bei car2go monatlich gekündigt werden. Aber Obacht: Sie laufen nicht nach einer bestimmten Vertragsdauer aus. Nutzer müssen aktiv in ihrem Konto eine Stornierung auslösen.

Im Vergleich zu DriveNow fehlt bei car2go allerdings ein Minutenpaket, dessen Guthaben nicht abläuft. Denn ungenutzte Inklusiv-Minuten verfallen monatlich bei beiden Anbietern. Ein „Ansparen“ von Fahrminuten funktioniert also nicht. Damit haben die Pakete beider Anbieter noch nicht die Flexibilität von modernen Handyverträgen erreicht. Aber ein Schritt in diese Richtung ist klar erkennbar. Wer weiß? Vielleicht können wir in ein paar Jahren Carsharing-Flatrates mit Smartphone-Flexibilität nutzen?

Bild: Daimler/ car2go

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