Cambio Carsharing reagiert auf Abgsskandal

Bremen – Der erste Carsharing-Anbieter reagiert auf den Abgasskandal, der von Volkswagen vor mehr als einem Jahr losgetreten wurde. Um gefährliche NOx-Ausstöße zu verhindern, vollzieht Cambio gerade die umfangreichste Flottenumstellung der Firmengeschichte. Die Hälfte aller Autos wird von Diesel- auf Benzin umgestellt.

Im Normalfall tauscht Cambio erst nach vier Jahren Fahrzeuge in der Flotte durch. Doch aufgrund der jüngsten problematischen Abgasuntersuchungen, muss dieser Schritt eher kommen. Damit ist der Anbieter das erste herstellerunabhängige Carsharing-Unternehmen, das offiziell wegen verfälschter und zu hoher Abgaswerte Fahrzeuge frühzeitig tauscht.

Umfangreichste Flottenumstellung von Cambio

Nicht nur bei Volkswagen waren durch verschiedene Institutionen wie dem ADAC zum Teil deutliche Abweichungen vom Normwert bei den NOx-Ausstößen nachgewiesen worden. Die Hersteller begründeten diese Überschreitungen mit Abschalteinrichtungen zum Motorschutz, der bei bestimmten Temperaturen wirksam wird. Den Schritt, neue Benziner in die Flotte zu nehmen, begründet Cambio mit der Abgaszusammensetzung. Zwar würden Diesel weniger CO2-Treibhausgas produzieren, dafür aber wesentlich weniger gesundheitsgefährdende Stickoxide emittieren. Die Umstellung der Flotte ist ein großer finanzieller wie logistischer Schritt für cambio. Noch nie wurden so viele Fahrzeuge auf einmal getauscht. Die neuen Autos würden alle die strenge Abgasnorm Euro-6 erfüllen. „Eines der wichtigsten Ziele von cambio ist es, die Lebensqualität in den Städten zu verbessern. In erster Linie natürlich, indem unsere Kunden ihre vielen Privatwagen durch wenige CarSharing-Autos ersetzen und so Platz für mehr Lebensqualität schaffen, im zweiten Schritt auch durch eine möglichst emissionsarme Flotte. Wir setzen deshalb künftig auf Benziner, damit die Menschen im Alltag weniger Stickoxide einatmen müssen und werden zudem alles daran setzen, auch den CO2-Ausstoss weiterhin so gering wie möglich zu halten“, so Joachim Schwarz, Geschäftsführer der Cambio-Gruppe in einer Pressemitteilung.

Bild: Cambio Carsharing

 

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