Bosch will eMio wegrollern

Berlin – Das sympathisch freche Rollersharing eMio bekommt Konkurrenz. Ziemlich große sogar, denn ein etablierter Hersteller von elektrogeräten und Autozubehör stellt seine Roller auf die Straßen der Hauptstadt. Bis es soweit ist, ärgern sich aber so manche Kunden über die geringe Verfügbarkeit.

Rund 200 stylische Elektroroller stehen sich seit Mitte des Jahres in Berlin die Reifen platt. Warum? Coup kommt mit den Registrierungen der Kunden nicht hinterher. Was zunächst überhaupt nicht funktionierte, kommt nun schleppend in Gang. Interessenten werden auf eine harte Gedultsprobe gestellt – und greifen dann doch lieber wieder zum Roller von eMio.

Verfügbarkeit mehr als knapp

Fakt ist: In Berlin kommt Rollersharing gut an. Zeitweise (an schönen Tagen) waren kaum eMio-Roller verfügbar. Sie surrten durch die Stadt. Warum? Rollersharing ist günstiger als Carsharing. Die Parkplatzsuche entfällt. Und die leisen Elektroroller machen richtig Laune beim Fahren – man muss es selbst einfach mal ausprobieren. Bei Coup hingegen hakt es noch an wichtigen Stellen. Die Roller sind zwar da – noch kann sie aber nur ein eingeschränkter Personenkreis nutzen. Immhin: eMio will die Flotte in der nächsten Sommersaison mehr als verdoppeln, wie Geschäftsführer und Gründer Valerian Seither gegenüber der wirtschaftswoche betont. Coup hingegen lächelt hier nur müde – Bosch will mit dem Rollersharing nichts anderes als die Marktführerschaft auf dem Gebiet. Mehr als 1.000 Roller sollen nach Berlin kommen. Schön wäre es, wenn man sie dann auch fahren könnte und sie nicht nur dekorativ in der Gegend herumstünden.

Bild: Coup/Bosch

 

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