Bilanz: DriveNow in Wien mit 21.000 Mitgliedern

[Wien im Januar 2015] Drei Monate ist es her, dass DriveNow auch in Wien gestartet ist. Inzwischen lässt sich beziffern, dass der Schritt in die Hauptstadt Österreichs den Aufwand wert ist. 21.000 Mitglieder teilen sich die Flotte von 400 Autos.

Trotz der Erfolgsmeldungen verstummt die Kritik am Modell Carsharing insgesamt nicht. Vor allem geht es dabei um die ohnehin knapp bemessenen Parkplätze in der Innenstadt. Dass nun zusätzlich zum sonstigen Individualverkehr noch 400 Autos hinzukämen, die anderen Autofahrern den Platz wegnähmen, verbannt DriveNow Österreich Chef Robert Kahr im Gespräch mit der APA ins „Reich der Märchen“.

Deutlich Weniger Standzeiten als Privat-PKW

Privat genutzte PKW stehen circa 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Beim Carsharing – insbesondere beim Freefloating Modell von DriveNow – sind zwar die Fahrtstrecken kürzer. Durch mehrmalige Nutzung erhöht sich die Fahrtzeit aber insgesamt auf bis zu vier Stunden täglich. Das macht drei Stunden mehr, in denen ein Mini oder BMW den Wienern eben keinen Parkplatz wegnimmt. Insgesamt sind in Wien gut 850.000 Kfz zugelassen – da fällt die Flotte von DriveNow kaum ins Gewicht.

In Österreich keine weitere Expansion geplant

Obwohl DriveNow in Wien auf dem Weg zur festen Etablierung als Bestandteil des Nahverkehrs ist, sind in Österreich vorerst keine weiteren Standorte geplant. Der Fokus der Expansion von DriveNow liegt momentan auf internationalen Städten in Europa und Nordamerika. Durch eine ständige Analyse der Fahrzeugverteilung und der daraus resultierenden Nutzugsprofile erlaubt DriveNow den gezielten Ausbau der Geschäftsgebiete. Beim aktuellen Stand wird es somit auch in Wien nicht bleiben. Ob und welche Stadtteile oder Straßen künftig hinzukommen, hängt also deutlich davon ab, wie die Nutzer das Carsharing speziell in Wien in ihren täglichen Weg einbauen.

Bild: DriveNow

2 Kommentare zu “Bilanz: DriveNow in Wien mit 21.000 Mitgliedern

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