Wieder im Geschäft: 2015 war ein gutes Jahr für Europcar

Hamburg – Die Zeichen standen auf Sturm. Der Börsengang stand vor der Tür, Unternehmensbereiche mussten konsolidiert werden. Die Flotte wurde strukturell neu aufgestellt, Der Zeitraum von Langzeitmieten wurde verlängert und der Gewinn stieg um 11%. Für Europcar war 2015 ein bewegtes Geschäftsjahr.

Mit einer neuen Unternehmensstruktur kommt Europcar bei den Kunden und auch in den Diskussionen im Mietwagen-Talk  gut weg. 283 Millionen Euro Gewinn sprechen für sich. Damit konnte das Vorjahresergebnis um 11% übertroffen werden. Maßgeblich für den operativen Gewinn ist die Umstellung der Flotte, Verbesserungen beim Service und der Ausbau der Expertise in Online-Booking-Engines.

Börsengang und Altschulden belasten Bilanz

Doch die Scheinwerfer könnten heller scheinen. Das Ergebnis wird von Altlasten und dem Börsengang eingetrübt. Durch den Abbau von Verbindlichkeiten bleibt ein Minus von 56 Millionen Euro in den Büchern. Der Lichtblick daran: Nächstes Jahr könnte eine schwarze Null stehen. Denn Europcar hatte 2014 immerhin noch 112 Millionen Euro Schulden. Die Aktien legten nach dem Börsengang zunächst um bis zu 11% zu. Allerdings notiert die Aktie aktuell weit unter dem Ausgabepreis von ehemals 12,25 Euro.

Hybrid- und Elektroautos in der Europcarflotte

Dank des strikten Sparkurses und einem neuen Kostenmanagement blickt Europcar-CEO Philippe Germond zuversichtlich in die Zukunft. Die Autovermietung konnte auch die Zahl der Anmietungen steigern. Insgesamt gab es 2015 gut 57,1 Millionen Miettage – 8,1% mehr als im Vorjahr. Mit 205.400 Autos wuchs der Fuhrpark um 8,5%. Die Auslastung der Flotte sank also leicht. Europcar steuerte neben vermehrt hochwertigen Premiummodellen auch zahlreiche Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge ein. Die Internetseite wurde überarbeitet, die Untermarke Keddy by Europcar gegründet.

Als Ziel für 2016 gibt Europcar einen Vorsteuer-Gewinn von 275 Millionen Euro verbuchen zu können. 2017 soll den Aktionären zum ersten Mal eine Dividende ausbezahlt werden können.

Bild: Europcar

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