Was macht eigentlich Drivy?

Schon gehört? Drivy macht es möglich, das eigene Auto zu vermieten. So steht es nicht ungenutzt herum und kann in Leerzeiten einige Fixkosten herausholen. Was Drivy dabei leistet und was zwischen Mieter und Vermieter zu beachten ist, schreiben wir hier.

Laut einer Umfrage von DriveNow stehen Privat-PKW im Schnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt herum – eine viel zu lange Zeit, dachte sich der Gründer von Drivy, Paulin Dementhon. Er wollte Autofahrer vernetzen und Eigentum teilbar machen. Die Idee dahinter: Wenn der Halter sein Auto gerade nicht braucht, kann er es einfach gegen Geld vermieten. Den gleichen Weg verfolgt der Anbieter tamyca, der wegen seiner Geschäftsidee schon mit Sixt vor Gericht stand.

Autos in der Nähe suchen und buchen

Über eine App und die Internetseite von Drivy können verfügbare Autos in der Nähe gesucht und angemietet werden. Online wird eine Reservierung festgelegt, anschließend vermittelt Drivy Kontaktdaten zwischen Mieter und Vermieter. Die Mieter bringen das Zahlungsmittel mit zum Treffpunkt, die bereits bei der Buchung hinterlegt wurde. Der Vermeiter gleicht die Daten ab und bringt außerdem einen Mietvertrag in zweifacher Ausführung mit.

Vertragliche Modalitäten und Tarife

Im Vertrag wird dann alles geregelt, was das Fahren über Drivy einfach und sicher machen soll. Versicherungen, Kilometerleistungen, Mietdauer und vorhandene Schäden werden erfasst. Mit ihrer jeweiligen Unterschrift kommt ein Mietverhältnis zustande – ganz wie bei einer großen Autovermietung. Dann gibt es den Schlüssel zum Auto und los geht die Fahrt. Die Rückgabe erfolgt wieder persönlich an gleicher Stelle.

Mietwagen von privat – eine gute Idee?

Was erst einmal so einfach und entspannt klingt, kann u.U. schnell kompliziert werden. Denn ein Großteil der angebotenen Autos hat erhebliche Kilometerleistungen hinter sich, teilweise sind die Fahrzeuge 10 Jahre und älter. Vertrauen schaffen hier die Bewertungen anderer Nutzer, die sich allerdings bisher sehr rar machen. Etliche Angebote sind noch nie gebucht worden. Bilder, auf denen man den Zustand des Autos abschätzen kann, sind Fehlanzeige. Dazu kommen die Preisvorstellungen der Nutzer – manche sind fair, andere hingegen nur als frech zu bezeichnen. Frei nach dem Motto: Man kann es ja mal probieren. Doch es gibt auch Autos im Neuzustand zu guten Konditionen – man muss nur Geduld haben und kräftig filtern.

Bild: drivy

Ein Kommentar zu “Was macht eigentlich Drivy?

  1. Tobias Claren

    Scheinbar kann es sich lohnen einen Standpunkt in der nächsten größeren Stadt anzugeben, wenn man auf dem Land wohnt.
    Bei TaMyCa kann man einstellen, dass man auch Anfragen an andere Autoverleiher erhält. Ist wohl auch die Vorgabe.
    Da sieht man dann gut, wie oft Anfragen an Verleiher in der Stadt kommen, vergleichen mit den Eigenen, oder denen bei Drivy…

    Muss man aber wieder irgendwie zurück.
    Bus und Bahn, oder man hat einen Klapproller wie eine DiBlasi R7 hinten im Kofferraum.

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