Versicherung bei Carsharing, Mietwagen und Co.

[Berlin im Juli 2015] Carsharing, Fernbusse und Mitfahrten im geteilten Mietwagen gelten als praktisch, sind kostengünstig und halten auch zu einem kleinen Budget mobil. Nach dem Versicherungsschutz fragt erst einmal niemand – bis etwas passiert. So seid ihr abgesichert.

Ein Unfall kann immer passieren. Zwar hat Volvo die Vision, dass 2020 niemand mehr in oder durch seine Autos verletzt werden soll. Doch seien wir ehrlich: Dass der Straßenverkehr jemals komplett unfallfrei abläuft, dürfte ein ferner Zukunftstraum sein. Im Fall der Fälle spielt das gebuchte Versicherungspaket dann eine entscheidende Rolle.

Bei Mitfahrgelegenheiten über die Haftpflicht des Fahrers

Mitfahrbörsen boomen. Nicht zuletzt durch teurer werdende Bahntickets haben sich Fahrgemeinschaften gebildet. Mitfahrgelegenheit.de, blablablacar oder flinc bieten schnelle und unkomplizierte Buchungsmöglichkeiten für Mitfahrten. Im Schadensfall sind die Mitfahrer immer über die Haftpflichtversicherung des Fahrers bzw. des Unfallgegngers mitversichert. Die Höhe der Versicherungssumme hängt ganz von der Versicherung ab – auch von ihrer Auslegung der Fahrt. Erzielte der Fahrer nämlich Gewinn, gilt die Fahrt als kommerziell und der Versicherungsschutz kann entfallen. Gegenstände wie Laptops oder Smartphones sind von vornherein nicht mitversichert. Hierfür tragen die Mitfahrer selbst das Risiko.

Autovermieter bieten spezielle Insassenschutzversicherungen an

Bei einer Automiete kann bei fast allen großen Anbietern im Laufe des Buchungsprozesses (online) oder direkt am Schalter eine sog. Insassenschutzversicherung abgeschlossen werden. Sie kostet meist einen einstelligen Eurobetrag pro Miettag und deckt gesundheitliche Schäden im Pflegefall und auch im Todesfall ab für die Hinterbliebenen ab. Allerdings behalten sich die Versicherungen eine Hintertür offen. Wird dem Fahrer grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen, fließt kein Geld. Auch wenn sonst alle Versicherungs-Parameter erfüllt sind.

Carsharing-Fahrzeuge vollkaskoversichert

DriveNow, car2go, Citeecar und Co. versichern ihre zumeist neuen Autos mit einer Vollkasko ab. Auch eine Haftpflichtversicherung fährt hier bei jeder Fahrt mit. Doch Obacht: Im Schadensfall wird eine Selbstbeteiligung wie beim Privat-PKW fällig. Ja nach Anbieter müssen hier bis zu 1.500 Euro selbst gezahlt werden. DriveNow bietet vor jeder Fahrt die Möglichkeit, die „SB“ für einen Euro auf Null zu reduzieren. Diese Option empfiehlt sich vor allem für längere Fahrten zur Hauptverkehrszeit und bei Fahranfängern. Mit dem Hintergedanken, keine schwerwiegenden finanziellen Risiken zu chauffieren, fährt es sich gleich viel entspannter.

Fernbusse mit umfangreichem Schutz

Für Fernbusunternehmen sind die Passagieren das höchste Gut. Entsprechend durchdacht gestalten sich die Versicherungspakete und Handlungen im Falle eines Schadens. Neben erster Hilfemaßnahmen sorgen die Fernbusunternehmen für eine Unterbringung der anderen, gesundheitlich unbeschädigten Fahrgäste und kümmern sich um Kleidung und den Nach-Hauseweg. Wie bei den Insassenschutzversicherungen der Autovermieter besteht auch bei Fernbusunternehmen der Anspruch auf Pflegegeld, Schmerzensgeld oder im schlimmsten Fall ein finanzieller für die Hinterbliebenen. Gut zu wissen, dass man gut versichert ist. Besser noch, man braucht sie nicht.

Bild: Daimler

 

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