Sixt verkauft Sixt Leasing und übernimmt Flughafen-Stationen in den USA

Es ist eine Wette, die eigentlich nur gewonnen werden kann: Eine Wette darauf, dass es in der größten Volkswirtschaft der Welt, den USA, bald wieder bergauf geht. Die aktuelle Corona-Krise hat viele Autovermietungen an den Rand des Ruins getrieben – oder darüber hinaus.


Teil-Übernahme insolventer Advantage-Flughafen-Stationen durch Sixt

Advantage Rent-a-car scheint nun mit dem Rücken zur Wand gestanden und keinen Weg aus der Insolvenz gefunden zu haben. Sixt übernimmt zehn wichtige Stationen an Flughäfen u.a. in New York (JFK, LGA) New Jersey (EWR), Boston (BOS) oder Houston (IAH). Mit von der Übernahmeparty sind außerdem Orlando (MCO), Denver (DEN), Maui (OGG), Honolulu (HNL) und Las Vegas (LAS). Hier kann Sixt nun auf Schalter direkt im Terminal zurückgreifen und so deutlich kürzere Wege ohne Shuttle-Busse anbieten.

Sixt glaubt, dass allein mit diesen zehn Stationen rund 3,4 Mrd. US-Dollar Umsatz generiert werden können, sobald die Reiseaktivitäten wieder anziehen. Das entspricht in etwa dem Volumen des gesamten deutschen Marktes. Sixt spricht in der Pressemeldung von einem „günstigen Preis für die Flughafen-Konzessionen“, schweigt aber über die konkrete Kaufsumme.

Verkauf von Sixt Leasing an HCBE

An Liquidität mangelt es Sixt derzeit nicht. Als einziger Mobilitätsdienstleister hat sich der Aktienkurs stabilisiert und nach einem kurzen Einbruch nahezu wieder erholt. Mit dem Verkauf von Sixt Leasing wurde nun ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Geldbeschaffung gemacht. Konkret geht es um den Erwerb von nennwertlosen Inhaberaktien und weiteren Anteilen der Sixt Leasing SE von Sixt SE. Die HCBE (Hyundai Capital Bank Europe) hält nun insgesamt 92% an Sixt Leasing SE. Mit der Übernahme gibt Erich Sixt den Vorsitz des Aufsichtsrates ab.